Hintergrund

Die bolivarianische Verfassung

von Redaktion  |  29. November 2006, 15:03
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    Das "kleine blaue Buch" ist in Venezuela überall erhältlich.

Die Konstitution als Bestseller

In Venezuela ist die Taschenbuchausgabe der venezolanischen Verfassung von 1999 ein Bestseller, der von der Bevölkerung auch intensiv studiert wird. Präsident Hugo Chávez zieht das kleine blaue Buch bei jedem seiner öffentlichen Auftritte aus der Tasche.

Im Folgenden ein paar wesentliche Punkte der im Dezember 1999 durch ein Referendum bestätigten Verfassung:

  • Die Rechte der arbeitenden Menschen, und hier im Besonderen der Indigenas und der Frauen (Hausarbeit etwa wird als gesellschaftlich wertvolle Arbeit definiert).
  • Die Menschenrechte.
  • Das Recht der Bevölkerung auf Teilnahme an der politischen Willensbildung. Alle gewählten Mandatare, vom Bezirksrat bis zum Präsidenten, können per Referendum vorzeitig abgewählt werden (siehe: Das Referendum in der venezolanischen Verfassung)
  • Die Beteiligung der sozialen Organisationen, des einzelnen Bürgers und der organisierten Gemeinschaft am Gemeinwesen, an der öffentlichen Verwaltung, an der Entscheidungsfindung des Staates und an der Kontrolle der öffentlichen Haushalte.
  • Das Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum.
  • Den "Widerstand gegen den Imperialismus", der als ungerechtes System beschrieben wird. (bed)
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    20 Postings
    Claudia Schröppel
    23.11.2005 23:33
    Bolivarianische Verfassung in Deutscher Sprache

    Am Samstag, 19.11.2005 wurde an der Humbold-Universität in Berlin die deutsche Ausgabe der Verfassung der Bolivarianischen Republik Venezuela vorgestellt. Sie ist erschienen im Neue Impulse Verlag neueimpuls@aol.com und wird herausgegeben von der Botschaft der Bolivarianischen Republik Venezuela in der Bundesrepublik Deutschland und dem Netzwerk Venezuela www.netzwerk-venezuela.de

    Uebrigens bitte
    06.08.2005 00:26
    Alles Gute Punkte!

    Die Opposition, welche den Chavez so kritisiert (und wahrscheinlich von der Bush-Administration unterstützt wird) hätte als sie noch regierte auch so eine bürgernahe Verfassung einführen können.
    Warum haben sie es nicht getan, warum gibt es dort solche Armut? Dem Chavez wird von Condoleeza Rice ein "undemokratischer Regierungsstil" vorgeworfen. Die Opposition, welche sich an die Macht putschen wollte (was von Bush und Aznar damals begrüßt wurde) hat zur Genüge gezeigt wie ihr Demokratieverständnis aussieht.
    Die Bush-Administration ist wirklich sehr heuchlerisch: Wie demokratisch sind denn die "Verbündeten" Saudi-Arabien und Pakistan?

    ghostwriter'68
    06.01.2005 18:48
    Kurzfilm: "NO AL PASADO - Nein zur Vergangenheit"

    kanalb.org/media/video_at/2004-12-27-pasado.ram

    Der Kurzfilm besteht aus zwei Teilen: Im ersten wird ein kurzer Überblick über die jüngere Geschichte Venezuelas gegeben, der zweite Teil ist der Nacht von 15. auf den 16. August gewidmet, als die Ergebnisse des - von der Opposition auf Grundlage der neuen Verfassung initiierten - Abwahlreferendums gegen Hugo Chávez bekannt wurden.

    Der Film versucht nicht, der Illusion einer "objektiven Berichterstattung" nachzueifern. Er nimmt konsequent die Perspektive der ehem. marginalisierten und sich nun emanzipierenden Bevölkerungsteile ein. Dabei steht das Prinzip der Hoffnung auf eine bessere Zukunft im Mittelpunkt.

    Infos und Bestellmöglichkeit (wahlweise DVD, VCD, AVI) unter no-al-pasado@gmx.info

    Mr. Smoky
    16.08.2004 20:59
    Widerstand gegen den Imperialismus!

    kann mir einer helfen ob die regierung venezuelas das erdöl am freien markt anbietet (und somit den imperialismus unterstützt, diktieren ja die reichen staaten den preis)

    oder ob venezuela das erdöl nach humanistischen standpunkten verkauft

    mfg
    smoky

    Aaarrrglll Kkrrrrr
    16.08.2004 21:30

    Zahlungserleichterungen: "Acuerdo energético de Caracas" (Übereinkunft von Caracas)
    ....
    Quellen z. B.:
    http://www.efemeridesvenezolanas.com/html/aec.htm
    http://www.laprensahn.com/natarc/01... n14004.htm

    Venezuela liefert Öl und Ölderivate an 11 Länder der Karibik und Mittelamerikas zu Vorzugspreisen (u. a. nur 2% Verzugszinsen, Finanzierung bis zu 15 Jahren).
    Bisherige Unterzeichner: Belice, Costa Rica, El Salvador, Nicaragua, Honduras, República Dominicana, Panamá, Jamaica, Haití, Guatemala und Kuba(!).

    Nachdem Kuba die gleichen Bedingungen eingräumt wurden, plärrt die sog. "Opposition" seit Jahren, Chavez würde Kuba das Öl schenken. An alle anderen Staaten verschenkt sich es demnach auch.

    Mr. Smoky
    17.08.2004 09:55

    Vielen Dank für die Information! ich bin immer froh wenn ich etwas lerne.

    ich vermutete populismus und habe mich getäuscht!

    mfg
    smoky

    DOLLY DAS SCHAF 
    11.01.2005 17:18

    Schon auch Populismus, so wie immer in Südamerika....

    mr smoky
    13.01.2005 17:21

    populismus ist immer dabei, keine frage - das ist das schicksal in jeder demokratie. aber solange es mehr als nur purer populismus ist bin ich schon dankbar.

    demokratie ist die mieseste regierungsform die es gibt, aber solange keiner etwas besseres erfindet, finde ich mich damit ab (nicht von mir, aber einer meiner leitsätze ;)

    mfg
    smoky

    Aaarrrglll Kkrrrrr
    17.08.2004 14:38
    Die Links oben sind leider nicht mehr gültig

    (vor einigen Wochen waren sie es noch -vgl. Forum)
    Alternativ ein link dazu aus Costa Rica

    http://www.dse.go.cr/Rev_Ene/n... ol32_5.htm

    Mr. Smoky
    17.08.2004 20:30

    ich kann (leider) kein spanisch, dennoch DANKE!

    mfg
    smoky

    E.W.
    14.08.2004 21:16
    VHS Favoriten und Venezuela

    Im Herbst wird es in der VHS Favoriten die Möglichkeit geben, u.a. mehr über diese Verfassung zu erfahren und darüber zu diskutieren.

    Settembrini
    02.08.2004 18:47
    Kapitalismus=Religion=Opium für das Volk

    Es wird dem Volk vorgegaukelt, man müsse die Paten und Privatisierer, die mit Bush dem Unsäglichen Golf spielen, nur frei werkeln lassen, und alle werden satt und zufrieden sein. Den Müll glauben eben nur die Gläubigen. Na eben.

    re- göf
    12.09.2004 18:07



    das was du da schreibst klingt auch nicht gerade danach, dass du dein eigenes gehirn benutzt hättest sondern eher nach einer wiederholung von altbekannten

    Albert Köstler
    02.08.2004 18:25
    Und was nicht vergessen werden sollte: Das Verbot der Privatisierung des staatl. Ölkonzernes hat Verfassungsrang!

    Eines der ersten Dekrete der Putschistenregierung (bzw. der heutigen "Opposition"): Privatisierung des staatl. Ölkonzernes von dem de facto das gesamte Land seine Deviseneinnahmen hat. Die Privatisierung ist gleichbedeutend mit dem Verkauf an die USA, deren Hauptöllieferant Venezuela ist und die deshalb auch den Putsch (neben Spanien) aktiv unterstützte.
    Dies war auch der Grund, weshalb die Verfassung sofort beim Putsch aufgehoben wurde.

    Ratten Heinzi
    10.08.2005 21:53

    Mit dem Ergebnis das die PdVSA aehnlich der PEMEX viel zu wenige Investitionen taetig, weil sie taeglich geschroepft wird, dadurch schoen langsam aber sicher technisch veraltert und bei einem eventuellem Oelpreisverfall nicht mehr wirtschaftlich produzieren wird koennen.

    dr. kokos 
    18.08.2005 23:10

    kein ölkonzern will mehr in infrastruktur investieren. lesen sie mal matthew simmons, ein mitglied der energy-task-force von cheney.

    also macht es gar nichts, wenn die pdvsa es den anderen gleichtut. pumpen sie halt das öl langsamer raus. ist besser für den boden und nachdem das öl sowieso am ausgehen ist, hat venezuela länger was davon.

    Ratten Heinzi
    18.08.2005 23:24
    Es geht nicht nur um die Geschwindigkeit

    Die PEMEX hat zur Zeit das Problem, dass sei kaum noch in der Lage ist neue Oelvorkommen zu sichern weil sie zu wenig investiert. Sogar die brasilianische Petrobras sichert sich derzeit Felder in Mexico weil PEMEX einfach daxu nicht mehr in der Lage ist.

    PEMEX finanziert aehnlich der PDVSA etliche soziale Projekte in MEX muss das aber langsam zurueckschrauben weil sie immer weniger abwirft.

    Aehnliches koennte auch der PDVSA langfristig passieren wenn sie zu wenig investiert.

    Allerdings ist dieses Problem in Venezuela aufgrund der viel groesseren Oelvorkommen viel geringer und vor allem langfristiger (solange der Oelpreis so hoch ist).

    R+E Jech 
    02.08.2004 16:20
    Eine Verfassung der Extraklasse!


    Imperialismus = Eroberung

    Der Neo-Imperialismus ist eine Art des Kolonialismus. Er dient nicht zur Errichtung von Handelsposten, sondern zur Unterwerfung und Beherrschung anderer Länder zum wirtschaftlichen, militärischen und machtpolitischen Nutzen.

    Das sollte jedes Land in seiner Verfassung verurteilen!

    Thomas Mohr
    29.11.2004 11:27
    Interessant....

    Die Venezolanische Verfassung ist an und für sich vorbildhaft für Südamerika - bloss, Chavez hält sich nicht daran. Man kann gespannt sein, wann eines der wichtigsten Kontrollinstrumente einer Demokratie, das Verbot prolongierter Regierungsschefs von Chavez ausgehebelt wird. Gesagt hat er ja schon, dass er bis 2021 bleibt - in Verletzung der eigenen Verfassung. Aushebeln kann er die Verfassung leicht: Er braucht nur 3 Lesungen bei der die Opposition *nicht* zustimmt und beschliesst mit einfacher Mehrheit.

    che guevara1 
    21.02.2005 18:14
    das

    ist bei uns nicht recht viel anders nix neues

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