Gütliche Einigung im Dalí-Streit

26. Juli 2004, 19:36
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Ex-Sekretär des Künstlers und Dalí-Stiftung hatten jahrelang um Tantiemen gerungen

Barcelona - Der langjährige Rechtsstreit um die Tantiemen aus den Werken des spanischen Surrealisten Salvador Dalí (1904-1989) ist beigelegt worden. Die nach dem Künstler benannte Stiftung und dessen Ex-Sekretär Robert Descharnes erzielten eine gütliche Einigung, wie die spanische Presse am Dienstag berichtete. Danach übernimmt die Dalí-Stiftung die von dem Franzosen gegründete Rechteverwertungsgesellschaft und kann somit ihren Anspruch als Alleinerbin des millionenschweren Werkes des Malers wahrnehmen. "Jetzt kehrt endlich Ruhe auf dem Kunstmarkt ein", teilte die Stiftung mit.

Der Streit hatte Jahre lang die Gerichte mehrerer Länder beschäftigt. Nach der Darstellung Descharnes' hatte Dalí ihm bis 2004 die Verwaltung der Autorenrechte an seinem Werk übertragen. Nach Angaben spanischer Medien ging es dabei um eine Summe von bis zu 50 Millionen Euro. Der spanische Staat hatte dagegen die Echtheit der Unterschrift des damals schon schwer kranken Künstlers in dem Vertrag mit Descharnes angezweifelt und darauf bestanden, die Dalí-Stiftung sei der alleinige Erbe. (APA/dpa)

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