Berufung gegen Abschiebung von "Cap-Anamur"-Flüchtlingen eingelegt

21. Juli 2004, 09:29
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Behaupteten fälschlich, aus dem Sudan zu stammen

Italienische Anwälte haben am Dienstag Berufung gegen die Abschiebung von 14 Afrikanern eingelegt, die in der Vorwoche an Bord der "Cap Anamur" Italien erreicht hatten. Zugleich wurde die sofortige Gewährung einer Aufenthaltserlaubnis beantragt. Die Stadt Venedig hat sich schon bereit erklärt, die Flüchtlinge aufzunehmen.

Die Männer waren am Wochenende in ein Flüchtlingslager nach Rom gebracht worden, von wo ein Teil demnächst in ihre Heimatländer zurückgeflogen werden soll. Eine Regierungskommission hatte zuvor die Asylanträge aller 37 Cap Anamur-Flüchtlinge abgelehnt. 23 von ihnen hätten jedoch Aussicht auf Gewährung von "humanitärem Schutz" in Italien, hieß es.

Die Afrikaner waren von der Cap-Anamur-Besatzung südlich von Sizilien aus Seenot gerettet worden. Mit einer Ausnahme hatten zunächst alle behauptet, aus der sudanesischen Krisenprovinz Darfur zu stammen. Die italienischen Behörden stellten jedoch fest, dass sie aus Nigeria, Niger, und Ghana stammen. (APA)

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