China startet "Volkskampf" gegen Web-Pornos

29. Juli 2004, 13:22
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Bisher 500 Seiten mit anstößigen Inhalten identifiziert

China hat einen "Volkskampf" gegen Pornographie im Internet gestartet und gibt Website-Betreibern bis September Zeit, anstößige Inhalte von den Homepages zu entfernen. Dies berichtet die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Bisher haben staatliche Behörden in dem Riesenreich an die 500 Websites ausgemacht, auf denen es pornographische Bilder bzw. Videoclips gibt.

Ein Ende

Zhou Yongkang, Minister für öffentliche Sicherheit, hat sich nach dem Bericht dafür ausgesprochen, den Porno-Sites ein Ende zu setzen und diejenigen schwer zu bestrafen, die dafür verantwortlich sind. Präsident Hu Jintao ging einen Schritt weiter und sprach wörtlich von einem "Volkskampf", der gegen Internet-Pornographie geführt werden müsste.

Fruchtbarer Boden

Der Appell des chinesischen Präsidenten dürfte auf fruchtbaren Boden gefallen sein. Auf einer speziellen Website der chinesischen Regierung sind in der Folge 22.000 Hinweise eingegangen. Die überwiegende Mehrzahl - nämlich 95 Prozent - dieser Hinweise bezog sich auf Internet-Seiten mit pornographischem Inhalt. Der Anti-Porno-Kampf der chinesischen Regierung zeigt erneut die Besorgnisse des Regimes, das einerseits ethische Bedenken gegen derartige Sites hat, andererseits das "subversive Potenzial" des Internet befürchtet. Bereits im Juni hatte das Informationsministerium angekündigt, "illegale" oder "unautorisierte" Webseiten ausschalten zu wollen. (pte)

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Xinhua

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