Tschetschenien: Transporter mit Entschädigungsgeldern in Grosny überfallen

21. Juli 2004, 16:00
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Russland will Flüchtlinge mit Geld zur Rückkehr bewegen

Moskau - Bewaffnete Männer haben in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny einen Transporter mit Entschädigungsgeldern für heimgekehrte Flüchtlinge überfallen. Dabei wurden zwei Soldaten getötet und 5,3 Millionen Rubel (knapp 150.000 Euro) gestohlen, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax am Dienstag mitteilte.

Die russischen Behörden haben den zehntausenden aus Tschetschenien geflohenen Zivilpersonen Entschädigung bis zu 350.000 Rubel angeboten, um sie zur Rückkehr in die abtrünnige Kaukasus-Republik zu ermutigen. Sie machen dabei geltend, dass die Sicherheitslage inzwischen stabil sei. Einige der Zurückgekehrten haben allerdings monatelange Verzögerungen bei den versprochenen Zahlungen angeprangert. (APA/AP)

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