Wilfried-Skreiner-Preis für Florian Pumhösl

30. Juli 2004, 12:12
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Graz - Der Wiener Künstler Florian Pumhösl erhält den diesjährigen Wilfried-Skreiner-Preis für innovative zeitgenössische bildende Kunst. Der nach dem im Jahr 1994 verstorbenen langjährigen Leiter der Neuen Galerie am Landesmuseum benannte Kunstpreis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 7.500 Euro dotiert. Bisherige Preisträger sind die Wiener Performance- und Fotokünstlerin Elke Krystufek (2000) sowie die Medienkünstlerin Constanze Ruhm (2002).

Florian Pumhösl wurde 1971 in Wien geboren und arbeitet seit Beginn der 1990er Jahre im Bereich der kontextualen Kunst. Seine Installationen reflektieren soziologische und architektonische Aspekte der österreichischen Kunst- und Kulturgeschichte, aber auch internationale Vernetzungen. "Über die institutionelle Kritik hinaus und die Thematisierung von privatem und öffentlichem Raum schafft er in seiner Arbeit neue Ansätze im Hinblick auf eine Ästhetik, welche trotz ihrer formalen Avanciertheit ökonomisch-politische sowie gesellschaftliche Fragen nicht ausblendet", hieß es am Dienstag in einer Ausendung der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum.

Preis(e)

Pumhösl wurde für seine Arbeiten bereits mit dem Otto-Mauer-Preis (2000) und dem mit 75.000 Euro dotierten Kunstpreis der Central Krankenversicherung in Köln (2002) ausgezeichnet.

Vergeben wird der "Wilfried-Skreiner-Preis" von der Gesellschaft der Freunde der Neuen Galerie in Erinnerung in Würdigung der Verdienste von Wilfried Skreiner (1927-1994), dem ehemaligen Leiter der dem Steiermärkischen Landesmuseum Joanneum zugehörigen Galerie für moderne Kunst. Der promovierte Kunsthistoriker und Jurist übernahm 1966 die Leitung der Neuen Galerie und hat dort aber auch im Ausland rund 600 Austellungen mit überwiegend jungen Künstlern verwirklicht. In den 80er Jahren hat sich Skreiner besonders für die von ihm so genannte "Neue Malerei in Österreich" mit Vertretern wie u.a. Erwin Bohatsch, Hubert Schmalix, Alfred Klinkan, und Alois Mosbacher eingesetzt. Mit dem Preis, so die Gesellschaft, solle "Skreiners Engagement für die Entwicklung der österreichischen Kunst" fortgesetzt werden.(APA)

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