Krebsimpfstoff soll Rückfall verhindern

26. Juli 2004, 12:02
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Erste Tests zeigten eine höhere Antikörperproduktion bei Einnahme des Serums

Melbourne - Wissenschaftler der Ludwig Institute Oncology Unit haben einen Impfstoff entwickelt, der bei Krebspatienten einen Rückfall verhindern soll. Der Impfstoff wurde bisher an 19 Patienten getestet, nachdem bei ihnen Tumore operativ entfernt wurden. Nach zwei Jahren hatten 14 Teilnehmer keinen Rückfall erlitten. Dieses Ergebnis konnte nur bei zwei von sieben Patienten erzielt werden, die ein Blindpräparat erhielten.

Für 2005 ist laut BBC ein groß angelegter Test des Impfstoffes geplant, an dem Patienten aus Großbritannien, Australien und Neuseeland teilnehmen werden. Die Ergebnisse wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht. Der leitende Wissenschaftler Ian Davis plädiert für eine vorsichtige Interpretation der Daten. Es könnten zusätzlich Variable eine Rolle spielen, die nicht berücksichtigt wurden.

Höhere Antikörperproduktion mit Impfstoff

An der ersten Testserie nahmen insgesamt 46 Personen teil. 19 erhielten den Impfstoff NY-ESO-1/ISCOMATRIXTM in dreimonatigen Intervallen. Er kombiniert das Cancer Antigen NY-ESO-1 mit ISCOMATRIXTM, einem Medikament, das das Immunsystem stimuliert. Bei Cancer Antigenen handelt es sich um Moleküle, die von Krebszellen produziert werden, die vom Immunsystem des Körpers erkannt werden. Waren 14 der 19 mit dieser Kombination behandelten Patienten nach zwei Jahren krebsfrei, waren es sieben von 16 Patienten, die nur das Cancer Antigen erhielten. Tests mit den Teilnehmern, die den kombinierten Impfstoff erhielten, zeigten, dass sie mehr Antikörper produzierten. Zusätzlich produzierten sie mehr T Zellen, die auf das Cancer Antigen abzielten. (pte)

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