VP-Sozialsprecher: Schwerarbeiter-Abschlag eine "politische Größe"

20. Juli 2004, 16:50
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Tancsits ließ offen, ob die Abschläge für Schwerarbeiter noch verändert werden können

Wien - ÖVP-Sozialsprecher Walter Tancsits hat es am Dienstag offen gelassen, ob der vorgesehene dreiprozentige Abschlag pro Frühpensionsjahr für Schwerarbeiter noch verändert werden kann. In einer Pressekonferenz bezeichnete Tancsits diesen Abschlag für Schwerarbeiter als "politische Größe". Im Gegensatz dazu sei der Abschlag von 4,2 Prozent für alle anderen Versicherten im Rahmen des Korridors "versicherungsmathematisch" berechnet.

Darauf, wie hoch ein Abschlag für Schwerarbeit angesetzt werden sollte, wollte sich der frühere ÖAAB-Generalsekretär aber nicht. Aus dem ÖAAB waren zuletzt Forderungen laut geworden, dass es für Schwerarbeiter keine Abschläge geben solle.

Richtgröße

Die in der Punktation der Regierung vorgesehene Bestimmung, wonach nur fünf Prozent der Pensionszugänge pro Jahr unter die Schwerarbeiterregelung fallen sollen, bezeichnete Tancsits als "Richtgröße". Nun gehe es vor allem um die Definition, welche Arbeit darunter fällt. Daran arbeiten die Experten jetzt.

Die nun geplante Harmonisierung ist für Tancsits "der zweite Schritt eines einheitlichen Pensionsreformvorganges". Der erste Schritt sei die Pensionsreform 2003 gewesen. Deshalb würde nach Ansicht des ÖVP-Sozialsprechers die Forderung der Opposition nach Rücknahme der Reform 2003 bedeuten, dass man die Harmonisierung "verunmöglichen" würde. Auch die Kritik, dass es für Frauen keinen Korridor gebe, wies Tancsits als "Fehlinformation der Opposition" zurück. Frauen könnten auf Grund des Verfassungsgesetzes noch bis 2033 früher in Pension gehen. (APA)

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