FARC-Guerilla lehnt Gespräche mit Präsident Uribe ab

22. Juli 2004, 11:23
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Verhandlungen erst mit neuer Regierung

Bogota - Die größte linksgerichtete Guerillagruppe in Kolumbien hat Friedensgespräche für die Dauer der Amtszeit von Präsident Alvaro Uribe abgelehnt. Mit einer neuen Regierung seien die aus rund 17.000 Kämpfern bestehenden "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) bereit, über Frieden zu sprechen, erklärten deren Kommandanten am Montag auf ihrer Website. Der seit zwei Jahren amtierende Uribe hat seine Bereitschaft zu Friedensverhandlungen erklärt. Bedingung sei, dass die FARC zuvor einen einseitigen Waffenstillstand verkündet.

Uribe hat jüngst mit den rechtsgerichteten "Vereinigten Selbstverteidigungsstreitkräften" (AUC) Friedensgespräche aufgenommen. Sein Ziel ist die Auflösung der rund 16.000 Guerillas umfassenden rechten Milizen bis Anfang 2006. Der linksgerichteten "Nationalen Befreiungsarmee" (ELN) (rund 5.000 Kämpfer) stellte Uribe vor etwa zwei Wochen ein Aussetzen der Militäraktionen gegen sie in Aussicht. Bedingung ist die Zustimmung zu einem Waffenstillstand.

Uribe bemüht sich um ein Ende des seit 40 Jahren währenden Guerillakriegs. Etwa 200.000 Menschen wurden dabei getötet. Uribes Amtszeit läuft 2006 ab. Er strebt eine Wiederwahl an. (APA/AP)

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