Deutschland: Israelischer Botschafter verteidigt Sharons Auswanderungsaufruf

20. Juli 2004, 18:21
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Stein verlangt Ende für Palästinenser-Hilfen

Baden-Baden - Der israelische Botschafter in Deutschland, Shimon Stein, fordert, die internationalen Fördergelder für die Palästinenser vorerst einzustellen. Solange es keine Reform der "korrupten palästinensischen Verwaltung" gäbe, müsse nachdrücklich festgestellt werden, ob Projektgelder wirklich bei den Betroffenen ankämen, sagte Stein am Dienstag im deutschen Südwestrundfunk (SWR). Präsident Yasser Arafat habe bis zu einem gewissen Punkt selbst ein Interesse an Anarchie. Dass es nun zu einem Machtkampf in Gaza komme, sei nicht verwunderlich.

Stein verteidigte den Aufruf des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon an die Juden in Frankreich, nach Israel zu kommen. Seit der Staatsgründung sei es das Ziel aller Regierungen gewesen, dass Israel am Ende die Heimat aller Juden werde. Dazu gäbe es auch andere Phänomene, die mit dem anwachsenden Antisemitismus in Frankreich zu tun hätten. In Frankreich hatte die Aufforderung Sharons an die Juden, wegen des Antisemitismus so schnell wie möglich nach Israel auszuwandern, landesweite Empörung bei Politikern und auch bei jüdischen Organisationen ausgelöst. (APA/dpa)

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