Plattform "Wir sind Kirche" fordert sofortige Ablöse von Krenn

21. Juli 2004, 09:22
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Die "inakzeptablen Vorfälle" dürften nicht als exemplarisch für die ganze Kirche gesehen werden

Die sofortige Ablöse von Bischof Kurt Krenn und "allen anderen Personen seines Dunstkreises, die für die Missstände im Priesterseminar St. Pölten zuständig sind", verlangte am Dienstag die Plattform "Wir sind Kirche". In einer Aussendung warnte die Organisation zudem vor einem Pauschalverdacht gegen Priester- und Priesteramtskandidaten nach der Sex-Affäre. Die "inakzeptablen Vorfälle" dürften nicht als exemplarisch für die ganze Kirche gesehen werden.

"Oft schwierige Bedingungen"

Hans Peter Hurka, Sprecher und Vorsitzender der Plattform, wies jedoch darauf hin, dass die Mehrheit der Priester sich unter "oft schwierigen Bedingungen ehrlich um die Verkündigung des Evangeliums bemüht und es nicht verdient, in Bausch und Bogen als 'Sumpfblüten' verdächtigt zu werden". Eine wesentliche Ursache für die "kirchenschädigenden" Ereignisse im Priesterseminar St. Pölten ist für die Organisation das Verdrängen und Verhindern "dringend notwendiger Reformen in der römisch-katholischen Kirche".

Eine Untersuchung aller Vorfälle sowie die Außerdienststellung Krenns allein genügen nicht, so Hurka. Vielmehr sei eine grundsätzliche Revision der Bischofsbestellungsverfahren und der Zulassungsbedingungen zum Priesteramt erforderlich, um auf lange Sicht wieder das volle Vertrauen des Kirchenvolkes und der Öffentlichkeit gewinnen zu können. (APA)

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