Eine Chronologie vom Berliner Kongress bis zu den beiden Balkankriegen

22. Juli 2004, 11:37
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1878: Berliner Kongress (durch deutsche Vermittlung nach dem russisch-türkischen Krieg 1877/78):
Rumänien, Serbien und Montenegro werden als souveräne Staaten anerkannt, Bulgarien wird ein autonomes Fürstentum (der Türkei tributpflichtig). Bosnien und die Herzegowina kommen unter österreichisch-ungarische Verwaltung, bleiben aber staatsrechtlich beim Osmanischen Reich.

1885: Serbisch-bulgarischer Krieg.

1897: Griechisch-türkischer Krieg.

1903: Serbischer Königsmord und Dynastie-Wechsel (die pro-russische Dynastie Karadjordjevic löst die austrophile Dynastie Obrenovic ab).

1908: - Bosnische Krise: Österreich-Ungarn annektiert Bosnien und die Herzegowina. Serbien sucht den Schutz Russlands.

- Bulgarien wird vollständig unabhängig; Annexion Ost-Rumeliens.

1912-13: - Erster Balkan-Krieg (Bulgarien, Serbien, Montenegro und Griechenland gegen die Türkei). - Albanien wird unabhängig (Serbien ist damit der angestrebte Adria-Zugang versperrt).

1913: Zweiter Balkan-Krieg entzündet sich am Streit um die Aufteilung Mazedoniens. Die Türkei und Rumänien treten an der Seite von Serbien, Griechenland und Montenegro in den Krieg gegen Bulgarien ein. Serbien geht als Hauptgewinner aus dem Konflikt hervor. Die Bulgaren verlieren den Großteil ihrer territorialen Gewinne aus dem ersten Balkankrieg. (APA)

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