Sudans Regierung plante die "ethnischen Säuberung"

23. Juli 2004, 20:31
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Menschenrechtsgruppe weist auf offizielle Dokumente hin

Nairobi - Offizielle Dokumente belegen nach Angaben einer Menschenrechtsgruppe Pläne der sudanesischen Regierung für eine "ethnischen Säuberung" der Krisenregion Darfur. "Die Akten zeigen, dass die Aktionen der Janjaweed-Milizen nicht nur geduldet, sondern von Regierungsbeamten ausdrücklich unterstützt wurden", sagte Peter Takirambudde, Direktor der Afrika-Abteilung von Human Rights Watch am Montag. "Es ist absurd, zwischen Regierungstruppen und Milizen zu unterscheiden, die gehören zusammen", fügte er hinzu. Die sudanesische Regierung bestreitet dies.

Nach den der Organisation vorliegenden Dokumenten sollen sich hochrangige Regierungsbeamte in Darfur um die Rekrutierung und Versorgung der Janjaweed-Milizen gekümmert haben. Sie hätten sowohl Verpflegung als auch Munition erhalten. Im Februar seien alle Sicherheitskräfte in der Region angewiesen worden, den arabischen Milizen nicht in die Quere zu kommen. Die arabischen Milizen haben mehr als eine Million Schwarzafrikaner aus ihren Dörfern vertrieben. (APA/dpa)

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    Der Aktivist Dick Gregory bei einer Demonstration vor der sudanesischen Botschaft in Washington.

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