Arabische Liga ruft Palästinenser zu Beendigung der Krise auf

20. Juli 2004, 13:48
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Korei warnt Landsleute vor irreparablem Schaden

Kairo - Die Arabische Liga hat die Palästinenser angesichts der gegenwärtigen Führungskrise vor erheblichen Nachteilen gewarnt. Die "alarmierenden Entwicklungen" im Gaza-Streifen gefährdeten die "Interessen des palästinensischen Volkes" und dienten den Zielen Israels, sagte ein Mitarbeiter des Generalsekretärs der Organisation, Amr Mussa, am Montag in Kairo. Die Lage ermögliche es der israelischen Regierung zu behaupten, es gebe keine handlungsfähige palästinensische Führung. Tatsächlich aber sei es die arabische Seite, die in Israel keinen geeigneten Partner für Friedensverhandlungen finde.

Der Mitarbeiter rief die rivalisierenden palästinensischen Fraktionen auf, ihre Differenzen auf dem Wege von Verhandlungen zu regeln. Präsident Yasser Arafat hat nach gewaltsamen Protesten gegen die Ernennung seines Cousins Mussa Arafat zum Sicherheitschef nachgegeben und am Montag dessen Vorgänger General Abdelrazzek Majaida wieder in sein Amt eingesetzt. Ministerpräsident Ahmed Korei rief unterdessen die Palästinenser im Gaza-Streifen zur Zurückhaltung auf. "Was dort geschieht, ist gefährlich", sagte er und warnte: "Niemand kann in diesem Kampf gewinnen." (APA/AFP)

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