"Die Presse" hat "Änderungen nötig"

20. Juli 2004, 18:08
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Probleme an der Redaktionsspitze - Styria-Chef kündigt Entscheidung an

Wien - Neuerungen in der Chefredaktion der "Presse" kündigen sich an. Führende Mitarbeiter der Styria Medien AG, der das bürgerliche Qualitätsblatt gehört, sprechen von "Problemen" an der Redaktionsspitze, die in den nächsten Wochen zu lösen seien.

Chefredakteur der "Presse" ist seit 1996 Andreas Unterberger (55). Er steht für regierungsnahen, konservativen Kurs.

2002 bekam er mit Michael Fleischhacker (35) einen neuen Stellvertreter. Zuvor war Fleischhacker Führungsmitglied des Styria-Flaggschiffs "Kleine Zeitung", dann Chef vom Dienst des STANDARD. Fleischhacker war federführend verantwortlich für den Relaunch der "Presse" 2003. Er vertritt einen liberaleren Kurs als Unterberger. Styria-Vorstandschef Horst Pirker kündigte vor Monaten im Fachblatt "A3 Boom" an, liberale Wurzeln der "Presse" wieder "auszugraben".

Dem STANDARD erklärte Pirker Montag auf Anfrage nach personellen Neuerungen: "Die "Presse" muss unstrittiger Marktführer in ihrem Segment werden. Dazu sind Änderungen nötig, die über den ästhetischen Fortschritt des Redesigns hinausgehen. Realistisch sind Entscheidungen Mitte September."

"Nicht mehr als eine Spekulation" sei die "Format"-Meldung, der Estag-Kurzzeitvorstand Gerhard Hirschmann könnte bei der "Presse" landen. Fleischhacker und Unterberger waren nicht erreichbar. Der "Presse"-Chef urlaubt noch bis 9. August in Alaska. (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 20.7.2004)

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