Tiroler Grüne fordern Transitlösung nach Schweizer Vorbild

28. Juli 2004, 12:56
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Willi: Brennerbasistunnel soll erst dann gebaut werden, wenn entsprechend hohe Lkw-Maut die Finanzierung ermöglicht

Innsbruck - Eine Transitlösung nach Schweizer Vorbild haben die Tiroler Grünen am Montag verlangt. Der Brennerbasistunnel soll erst dann gebaut werden, wenn eine "entsprechend hohe Lkw-Maut die Finanzierung der Bahntrasse" ermöglicht, forderte der Chef der Tiroler Grünen, Landtagsabgeordneter Georg Willi.

Mit Hilfe einer Studie habe man in der Schweiz die tatsächlichen Kosten des Schwerverkehrs berechnet. Dann wurde der EU das Angebot unterbreitet, dass die Schweiz die Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) ausbaue und zwei Basistunnels, am Gotthard und Lötschberg errichte.

Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe

Im Gegenzug führe die Schweiz zur Finanzierung dieser Großbauvorhaben die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe, die so genannte LSVA, ein. Diese decke die tatsächlichen Kosten des Schwerverkehrs ab.

Österreich soll das gleiche Konzept verfolgen, verlangte Willi. "Alles andere macht keinen Sinn. Wir können doch nicht die Brennermaut senken und mit viel Steuergeld eine Tunnelröhre errichten, die wegen der billigen Straße niemand benützt", erklärte er.

Willi forderte außerdem für Lkw 24-Stunden-Kontrollen in Kundl und am Brenner. Zu Jahresbeginn habe Gorbach (F) Tirol zur "Kontrollzone" erklärt. In Wahrheit gebe es aber nur punktuelle Kontrollen. Diese würden immer wieder "verheerende Bilanzen bezüglich der Sicherheitsmängel bringen", hieß es in der Aussendung. (APA)

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