Fuhrmann "verwundert" über Lopatka

23. Juli 2004, 08:51
20 Postings

JVP-Chefin kritisiert Ablehnung der Zivil­dienst­verkürzung auf sechs Monate - "Mich wundert, dass man nicht vorher das Gespräch gesucht hat"

Wien - "Verwundert" über die Positionen von ÖVP-Generalsekretär Reinhold Lopatka zum Zivildienst ist die Obfrau der Jungen ÖVP (JVP), Silvia Fuhrmann. Die Forderung der JVP nach Verkürzung auf sechs Monate sei seit langem bekannt, trotzdem habe es "nie ein Gespräch gegeben in diese Richtung", kritisierte Fuhrmann am Montag gegenüber der APA. Es sei "verkürzt", die sechs Monate schon jetzt auszuschließen. Diese Diskussion solle in der Reformkommission geführt werden.

Plattfüße

Fuhrmann fordert eine Gleichstellung des Zivildienstes mit dem Wehrdienst bei Dauer und Entgelt sowie außerdem ein Ende der Qualifikation des Zivildienstes als "Wehrersatzdienst". Dann könnte es ihrer Meinung nach auch unterschiedliche Tauglichkeitsgrade für Zivildienst und Wehrdienst geben. Wer beispielsweise Plattfüße habe, wäre dann zwar für den Wehrdienst untauglich, für den Zivildienst aber tauglich, so Fuhrmann.

Ein verpflichtendes Sozialjahr auch für Frauen (Lopatka will diese Möglichkeit "ernsthaft diskutieren") lehnt Fuhrmann "zum jetzigen Zeitpunkt" ab. Fuhrmann: "Völlige Gleichberechtigung bei Gehalt, Karrierechancen, 50 Prozent der Karenzzeit durch Männer, dann kann ich mir das schon vorstellen." Bei den derzeitigen Gegebenheiten wäre ein verpflichtendes Sozialjahr für die JVP-Obfrau aber ein "Skandal".

Die JVP werde ihre Forderungen nun in die Reformkommission einbringen. "Mich wundert, dass man nicht vorher das Gespräch gesucht hat", so Fuhrmann in Richtung Lopatka. (APA)

Share if you care.