"Mission Impossible": Schon wieder ein Regisseur abgesprungen

26. Juli 2004, 20:25
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Dreharbeiten sollen dennoch Ende August in Berlin-Brandenburg beginnen

Los Angeles - US-Filmstar Tom Cruise sucht einen neuen Regisseur für den dritten Teil des Actionfilms "Mission Impossible". Der ursprünglich dafür vorgesehene Filmemacher Joe Carnahan sei wegen "künstlerischer Differenzen" abgesprungen, berichtete das Branchenblatt "Daily Variety" am Montag. Das Ausscheiden Carnahans werde aber weder den für kommenden Monat geplanten Beginn der Dreharbeiten noch den Kinostart verzögern.

Cruise und Co-Produzentin Paula Wagner wollen ihren Wunschregisseur nun aus einer Liste von etwa einem halben Dutzend Kandidaten aussuchen. Die Vorbereitungen für "Mission Impossible 3" gestalten sich als schwierig: Vor Carnahan hatte bereits Regisseur David Fincher einen Rückzieher gemacht. An der Seite von Cruise werden unter anderem Carrie-Anne Moss, Kenneth Branagh und Scarlett Johansson stehen.

Fahrplan

Die Dreharbeiten beginnen Ende August in Berlin-Brandenburg. "An welchem Ort angefangen wird, ist noch unklar", sagte der Sprecher von Studio Babelsberg, Felix Neunzerling, am Montag. Nach seinen Worten wird etwa die Hälfte des Films in den Studios, die andere in der Region an Außendrehorten realisiert. Wann Cruise selbst nach Babelsberg kommen werde, sei noch ungewiss.

Cruise will auch vor dem Berliner Reichstag drehen. Vor kurzem hieß es von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, der Schauspieler dürfe unter Umständen Szenen vor dem Gebäude aufnehmen. Er bleibe aber bei seinem "Nein" für Aufnahmen im Inneren des Parlaments. Cruise hatte im April die Kuppel des Reichstages besichtigt und war von der Szenerie begeistert.

Charlize Theron wird auch zu Dreharbeiten in Babelsberg erwartet

Zeitgleich mit dem Cruise-Projekt wird laut Neunzerling Oscar-Gewinnerin Charlize Theron in Babelsberg zu Dreharbeiten für den Streifen "Aeon Flux" erwartet. Diese werden nach seinen Angaben voraussichtlich bis Ende des Jahres dauern. Die Dreharbeiten für "Mission Impossible 3" sind bis Frühjahr 2005 vorgesehen. Beides sind Paramount-Produktionen.

Studio Babelsberg war vergangene Woche an eine Investorengruppe verkauft worden. Es gibt Befürchtungen seitens des Betriebsrates, dass der Verkauf solche Großproduktionen gefährden könnte. (APA/dpa)

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