Ausländer sind keine "Sozialschmarotzer"

22. Juli 2004, 11:52
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Dissertation: Zuwanderer zahlen mehr ein, als sie bekommen

Linz - Die in Österreich lebenden Ausländer sind keine "Sozialschmarotzer", das ist durch eine Dissertation an der Linzer Johannes Kepler Universität wissenschaftlich belegt, die am Montag veröffentlicht wurde. Karin Mayr rechnete in ihrer am Institut für Volkswirtschaftslehre verfassten Doktorarbeit vor, dass die überwiegende Mehrheit der Ausländer zu jenen Altersgruppen gehört, die während ihrer gesamten restlichen Lebenszeit mehr in den öffentlichen Sektor einbezahlen, als sie daraus beziehen werden.

Mayr hat mit der Methode der "Generationenbilanzierung" gearbeitet. Dabei wurden ausgehend vom Jahr 1998 alle Beiträge wie Steuerleistungen sowie Transferleistungen wie beispielsweise Arbeitslosengeld, Gesundheitsleistungen für Ausländer in Österreich und für Einheimische nach Altersgruppen erhoben und unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung für die Zukunft hochgerechnet. Dabei zeigte sich, dass jeder zehnte Ausländer zwischen 25 und 35 Jahre alt ist - ein Alter, in dem mehr Steuern gezahlt als Transferleistungen in Anspruch genommen werden. Insgesamt gehörten über 80 Prozent der Ausländer denjenigen Altersgruppen an, die erwartungsgemäß während ihrer gesamten restlichen Lebenszeit mehr in den öffentlichen Sektor bezahlen werden als sie daraus beziehen werden, fand die Autorin der Dissertation heraus.

"Die Finanzierungslücken im Staatshaushalt könnten durch Immigranten zumindest abgemildert werden", errechnete Mayr, "aber um diese Lücken zu stopfen, müssten viel mehr Ausländer ins Land geholt werden, als Österreich verkraften kann". Studien für Deutschland und die USA würden ähnliche Ergebnisse bringen. Auch hier zahlten die Immigranten mehr in den Budgettopf ein, als sie daraus entnehmen würden. (APA)

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