John Steinbecks Sohn fühlt sich um sein Erbe betrogen

22. Juli 2004, 15:39
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Millionenklage um Urheberrechte des Nobelpreisträgers

New York - Der einzige Sohn des Schriftstellers John Steinbeck, Thomas Steinbeck, fühlt sich um sein Erbe betrogen und hat eine Millionenklage bei einem US-Bundesgericht in New York eingereicht.

Darin führt der Sohn "eine seit 30 Jahren andauernde geheime Verschwörung an, die John Steinbecks Bluterben" um ihr Recht zu bringen versuche, wie die Zeitung "San Francisco Chronicle" berichtete. Mitklägerin ist das einzige Enkelkind von John Steinbeck, Blake Smyle. Ihr Vater, John Steinbeck IV, war 1991 gestorben.

Urheberrechte

Dem Bericht zufolge geht es Thomas Steinbeck, der wie einst sein Vater als Schriftsteller in Kalifornien lebt, um die Urheberrechte des Literaturnobelpreisträgers. Die Klage richtet sich gegen eine Gruppe von Leuten, darunter auch die New Yorker Anwaltsfirma McIntosh & Otis. Sie vertritt die "Steinbeck Heritage Foundation", eine von Steinbecks zweiter Frau und ihrer Familie gegründete Stiftung.

John und Elaine Steinbeck hatten 1950 jeweils in zweiter Ehe geheiratet. Sie hatten keine Kinder. Elaine Steinbeck verwaltete das literarische Erbe in den 35 Jahren, die sie John Steinbeck überlebte, bis zu ihrem Tod im April 2003. Erst danach entdeckte Thomas Steinbeck nach Angaben seines Anwaltes Mark S. Lee in Los Angeles die Umstände, die ihn jetzt zu der Klage veranlassten.(APA)

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