Mexiko und Kuba einigen sich auf Wiederentsendung von Botschaftern

20. Juli 2004, 20:14
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Länder wollen diplomatische Krise beilegen

Havanna - Kuba und Mexiko haben sich auf eine Wiederentsendung ihrer Botschafter in das jeweils andere Land geeinigt. Die Diplomaten sollten in einer Woche, am 26. Juli, wieder ihre Arbeit in Havanna und Mexiko-Stadt aufnehmen, verlautete am Sonntag offiziell nach einem Gespräch des kubanischen Außenministers Felipe Perez Roque mit seinem mexikanischen Kollegen Luis Ernesto Derbez in Havanna. Damit beschlossen sie die Beilegung der seit Wochen andauernden diplomatischen Krise zwischen beiden Ländern.

Mexiko hatte Anfang Mai seinen Botschafter aus dem kommunistisch regierten Inselstaat abberufen und den kubanischen Botschafter in Mexiko-City ausgewiesen, um gegen Verbalattacken des kubanischen Staatschefs Fidel Castro zu protestieren. Dieser hatte bei seiner Ansprache zum 1. Mai mehreren "schwachen" lateinamerikanischen Staaten, allen voran Mexiko, vorgeworfen, "servil und in US-Abhängigkeit" eine UNO-Resolution unterstützt zu haben, bei der Kuba zur Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und der Einhaltung der Menschenrechte aufgefordert wurde. (APA)

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