Dollar-Waffengleichheit zwischen Bush und Kerry

22. Juli 2004, 22:24
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John Kerry hat viel Geld - und ein Problem

Mit 149 Millionen Dollar hat John Kerry immer noch weniger Wahlkampfspenden gesammelt als George W. Bush (215 Millionen Dollar), aber zuletzt hat Kerry deutlich aufgeholt. Zehntausende von Demokraten zeigen sich großzügig und geben dem Herausforderer die laut Wahlspendengesetz erlaubten 2000 Dollar.

Auch demokratische Vorfeldorganisationen, die etwa Wählermobilisierung betreiben, waren bisher beim Sammeln des "Soft Money" deutlich erfolgreicher als ihre republikanischen Konkurrenten. Beim Geld herrscht daher Waffengleichheit zwischen den Lagern. Die Website www.fundrace.orgzeigt haargenau, wo in den USA wem gespendet wird.

Dennoch hat Kerry finanzielle Sorgen: Ab seiner offiziellen Nominierung auf dem Parteitag Ende Juli muss er nämlich auf private Spenden verzichten, wenn er die staatliche Wahlkampfförderung von 75 Millionen Dollar akzeptiert. Bush wird erst Ende August gekürt: Er kann daher ein Monat länger in die Privatschatulle greifen und muss erst ab September mit den 75 Millionen auskommen. Wenn Kerry auf die Förderung komplett verzichtet, wäre er davon abhängig, dass die Spenden weiterhin so sprudeln. (ef/DER STANDARD, Printausgabe, 19.7.2004)

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