Unterwasserwelt gegen Schnürlregen

28. Juli 2004, 11:16
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BWT sponsert Projekt am Wolfgangsee

Wien - Nach dem Vorbild der Kristallwelten im Tiroler Wattens soll am Wolfgangsee eine unterirdische Wasserwelt entstehen, in dem sich Touristen bei Schnürlregen vergnügen können. Prominentester Investor ist die börsennotierte BWT (Best Water Technology), einem Wassertechnologieunternehmen mit Sitz in Mondsee.

In den nächsten Wochen soll die Finanzierungsgespräche zu dem 5,4 Millionen Euro teuren Projekt starten. Als Partner werden neben BWT auch Land Salzburg genannt, die über ihre Fördergesellschaft für mittelständische Betriebe namens "Zukunftsland Salzburg" Mittel zuschießen will. Außerdem dabei: Die Wolfgangsee Tourismus Entwicklungsgesellschaft Woteg, hinter der Salzburger Steuerberater und Hoteliers wie Rössl-Wirt Helmut Peter stehen.

Betrieben und errichtet werden soll der Freizeitpark von der Freizeit- und Erlebniscenter Wolfgangsee GmbH. Deren Geschäftsführer, Michael Speer, erwartet sich dadurch, "dass die Leute bei Schnürlregen nicht gleich wieder nach Hause fahren. Denn nur vier Tage dauert derzeit die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste in der Region.

"Spektakulärer Erlebnispark"

Die Planung für den nach Speer "spektakulären Erlebnispark" kommt von dem Wiener Unternehmen Explore 5D ErlebnisProduktionen. Diese haben Erfahrung im Bereich Museen/Erlebnisparkgestaltung und wurden beispielsweise mit der Errichtung eines Meeresaquariums in Rostock betraut und konzipieren derzeit einen in Rumänien geplanten "Dracula Park".

Das Blue Dome-Konzept sieht interaktive Elemente vor, erklärt das Duo Gerhard Frank und Andreas Kornprobst vom Explore 5D. Im Gegensatz zu "normalen" Museen sollen die Attraktionen zum Thema Wasser von den Gästen aktiv erlebt werden können.

Vonseiten der BWT wolle man sich damit - ähnlich wie Swarovski in Wattens - eine Präsentationsplattform schaffen, um so auch einem breiteren Publikum bekannt zu werden, erklärt Speer. In einem ersten Business Plan erhofft man sich 100.000 Gäste im ersten Jahr, wobei die Fertigstellung 2005 oder 2006 erfolgen soll. (Johanna Ruzicka/DER STANDARD Printausgabe, 19.07.2004)

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