Deutschland: Dänischer Reisebus mit Jugendlichen verunglückt

19. Juli 2004, 09:48
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Zwei Tote und 24 Schwerverletzte - Am Heimweg aus den Ferien in Spanien

Köln - In Deutschland sind bei einem schweren Busunglück auf der A1 bei Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) Sonntag früh zwei Menschen ums Leben gekommen und 24 schwer verletzt worden. Die anderen der insgesamt 66 meist jungen Fahrgäste aus Dänemark erlitten leichte Verletzungen, teilte die Kölner Autobahnpolizei mit.

Von Brücke gestürzt

Der Reisebus war nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und von einer Brücke zehn Meter in die Tiefe gestürzt. Beim Aufprall auf einen Feldweg zerbrach er in zwei Teile, teilte ein Polizeisprecher an Ort und Stelle mit. "Wie es hier aussieht, kann man sich wohl vorstellen, wenn ein Reisebus total auseinanderfleddert," sagte ein Polizeisprecher.

Ursache unklar

Nach Angaben des dänischen Reiseveranstalters "Ung Rejs" waren die jungen Leute im Alter zwischen 15 und 25 Jahren auf dem Heimweg aus den Ferien im nordspanischen Lloret de Mar. Der Bus sei von dem Unternehmen "Iversen Turistbusser" in Ribe gechartert worden. In dem Fahrzeug befanden sich den Angaben zufolge ein Betreuer und zwei Busfahrer. Der Fahrer sei ansprechbar, sagte Polizeisprecher Georg Lezaar. Die Unfallursache sei noch nicht bekannt. Es sei kein weiteres Fahrzeug beteiligt gewesen.

Ein Großaufgebot von Rettungskräften brachte die Schwerverletzten in Krankenhäuser. Drei Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Die Leichtverletzten standen unter Schock und wurden an der Unfallstelle behandelt. Es sei unklar, ob sie in Kürze nach Hause gebracht werden können, sagte der Polizeisprecher. Für Angehörige sei eine Hotline eingerichtet worden (0049/2251/79112021).

An der Unfallstelle verläuft die Fahrbahn geradeaus. Zum Unfallzeitpunkt gegen 8.00 Uhr war die Autobahn wenig befahren. Die Autobahn zwischen Euskirchen und Bliesheim Richtung Köln war mehrere Stunden gesperrt. Einzelheiten wollte die Polizei am Nachmittag auf einer Pressekonferenz mitteilen. (APA/dpa)

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    Wie es zu dem schweren Unglück kommen konnte, ist noch unklar. Fest steht, dass kein anderes Fahrzeug beteiligt war und die Autobahn zum Unfall-Zeitpunkt kaum befahren wurde.

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