TV-Geräte im Test: Neue Bildtechniken wie LCD oder Plasma haben Schwächen

27. Juli 2004, 13:38
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Bei der Beurteilung der Bildqualität muss auf neutrale Bildeinstellung geachtet werden

Die beste Bildqualität fürs Geld liefern nach wie vor Röhren-TVs. Allerdings sind sie – ebenso wie die aktuellen LCD-TVs – nur mit Bilddiagonalen von bis zu 90 Zentimetern erhältlich. Wer größere Bilder sehen will, muss zu Plasma- oder Rückprojektions-Geräten greifen, berichtet das Magazin „video“ nach einer ausführlichen Stärken-/Schwächen-Analyse der verschiedenen Display-Techniken.

Neutrale Einstellungen

Die Zeitschrift gibt außerdem praktische Tipps, wie man neue Fernseher vor dem Kauf auf ihre Bildqualität prüfen kann. Oberstes Gebot lautet hier: Egal ob LCD-, Plasma-, Rückpro- oder Röhren-TVs, der Fernseher sollte für den ersten Bildeindruck möglichst neutral eingestellt sein. Denn viele Händler drehen zur Produktpräsentation schon mal kräftig Farb- oder Kontrastregler hoch, um besonders attraktive Bilder zu demonstrieren. Außerdem wird empfohlen, die Fernseher nicht nur im Sendebetrieb sondern auch mit Hilfe von Testbildern zu beurteilen. Das macht die Schwächen, aber auch die Vorzüge der Geräte noch augenscheinlicher.

Blau-grün-Schattierungen

Beim Kauf der beindruckend großen Plasma-TVs sollte auf blau-grün-Schattierungen geachtet werden. Dieser so genannte False-Contour-Effekt ist der auffälligste und störendste Bildfehler der Plasma-Technologie: In Gesichtern, die sich langsam bewegen, kann man den Fehler sofort entdecken.

LCD-TVs

Die schlanken und leichten LCD-TVs zeigen oftmals Probleme bei Kontrast und Farbe, weil das Licht des Panels nicht gleichmäßig in alle Richtungen abgestrahlt wird. Das fällt besonders von der Seite auf. So tritt der Effekt des begrenzten Blickwinkels bei Schirmen mit mehr als 80 Zentimetern Diagonale besonders stark auf.

Röhren-Fernseher

Anders als Plasma- und LCD-TVs zeigt jeder Röhren-Fernseher mehr oder weniger stark ausgeprägte Geometriefehler. Ein Gitter-Testbild – das auch auf vielen Test-DVDs enthalten ist – zeigt jeden Ausrutscher. Aber auch Laufbänder wie etwa der ntv-Börsenticker sind gut geeignet, um Abweichungen am unteren Bildrand aufzudecken.

„Hot Spot“

Rückpro-TVs, die das Bild durch einen im Gehäuse integrierten Projektor erzeugen, zeigen neben einem begrenzten Blickwinkel auch Schwächen in der gleichmäßigen Ausleuchtung des Bildes: Meist ist das Bild in der Mitte, dem „Hot Spot“, heller als an den Rändern. Je nach Qualität des TVs ist der Effekt kaum sichtbar oder störend. Beim Kauf sollte daher besonders auf ungleichmäßige Helligkeit geachtet werden.(red)

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