Bergunfälle: Zwei Tote, zwei Schwerverletzte

18. Juli 2004, 19:41
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Ein Mann und eine Frau verunglückten tödlich - Zwei weitere Männer schwer verletzt

Wien - Schwere Unfälle von Wanderern ereigneten sich am Samstag in Österreichs Bergen. In Tirol konnte ein Kletterer nur noch tot geborgen werden, in Oberösterreich verunglückte eine 60-Jährige tödlich. In der Obersteiermark und in Vorarlberg rutschten jeweils ein Wanderer aus und verletzten sich schwer. In Salzburg löste eine verirrte deutsche Urlaubergruppe eine große Suchaktion der Bergrettung aus.

Bei einer Klettertour im Tiroler Bezirk Reutte verunglückte ein deutscher Staatsbürger tödlich. Der Bergsteiger war um die Mittagszeit im Gemeindegebiet von Elbigenalp beim Queren eines Schneefelds ausgerutscht und vor den Augen seiner Kameraden abgestürzt, sagte der Pilot des verständigten Rettungshubschraubers auf Anfrage der APA. Für den Deutschen kam jede Hilfe zu spät.

60-jährige Oberösterreicherin stürzte 30 Meter in die Tiefe

Eine 60-jährige Frau aus Hinterstoder (Bez. Kirchdorf) in Oberösterreich ist Samstagmittag bei einer Bergwanderung in ihrer Heimatgemeinde am so genannten Dolomitensteig 30 Meter tief abgestürzt und getötet worden. Das gab die Gendarmerie am Samstag bekannt.

Die Frau, die den Steig laut Gendarmerie schon oft bewältigt hatte, war gemeinsam mit ihrem 28-jährigen Sohn bereits im oberen und leichteren Teil der Strecke angelangt. Plötzlich blieb die 60-Jährige mit ihrem Stock hängen, rutschte aus und stürzte 30 Meter in die Tiefe. Die Frau erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb.

Deutscher stürzte 150 Meter ab

Schwere Verletzungen zog sich in der Obersteiermark ein 64-jähriger deutscher Bergsteiger zu, als er bei einer Wanderung entlang der Vordernbergermauer im Bezirk Leoben, die er gemeinsam mit seiner Frau unternahm, 150 Meter abstürzte. Nach Angaben der Sicherheitsdirektion für die Steiermark hatte der 64-Jährige den Halt verloren. Er musste mit dem Rettungshubschrauber ins LKH Leoben geflogen werden.

Bereits am Freitag rutschte im Gemeindegebiet von Sonntag (Bezirk Bludenz) ein deutscher Wanderer aus Freudenstadt in steilem Gelände aus und stürzte etwa 60 Meter ab. Laut Angaben der Sicherheitsdirektion musste der 70-Jährige vom Rettungshubschrauber Christophorus 8 mit einem zehn Meter langen Tau geborgen werden. Er wurde mit schweren Verletzungen ins Landeskrankenhaus Feldkirch eingeliefert.

Eine große Suchaktion der Bergrettung lösten drei verirrte deutsche Urlauber in der Nacht auf Samstag in Filzmoos im Salzburger Pongau aus. Die Gruppe war am Freitag um 10.00 Uhr zu einer Wanderung um den Rötelstein aufgebrochen. Als die beiden Frauen und der Mann gegen 23.00 Uhr immer noch nicht in ihr Urlaubsquartier zurück gekehrt waren, erstattete der Wirt eine Abgängigkeitsanzeige. Die Wanderer hatten sich verirrt und wurden wohlbehalten ins Tal gebracht. (APA)

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