Safaripark Gänserndorf: Dienstverhältnisse Ende Juli aufgelöst

19. Juli 2004, 16:12
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Kündigungen ausgesprochen - Rückübernahme durch Masseverwalter wahrscheinlich

Gänserndorf - Jene 27 Mitarbeiter des Safariparks Gänserndorf, die sich seit Monaten unter schwierigsten Bedingungen um die Tiere kümmern, bekamen heute, Samstag, im Rahmen einer Dienstversammlung ihre Kündigungen überreicht. Die Dienstverhältnisse mit der Österreichischen Zoo Organisation (OZO) werden somit per Ende des Monats aufgelöst.

"Es handelt sich aber um einen reinen Formalakt, die Bediensteten haben davon gewusst", erklärte AKNÖ-Vizepräsident Roland Sperk im APA-Gespräch. Er geht davon aus, dass sie von Masseverwalter Ferdinand Bruckner übernommen werden. "Diese Situation gab es ja vor der OZO auch schon", so Sperk. Um die Kündigungsfrist von zwei Wochen einzuhalten, seien die Kündigungen Mitte Juli ausgesprochen worden.

Im Rahmen der bereits vor Wochen vereinbarten Betriebsversammlung sollte auch der Status quo erhoben werden - und der lautet: Das Land NÖ hat die Zuschüsse (insgesamt 800.000 Euro) eingestellt, die Geldreserven sind weitgehend versiegt, ab sofort befinde man sich wieder im "normalen Konkursverfahren".

"Ich bin mir zwar noch nicht hundertprozentig sicher, ob alle Mitarbeiter vom Masseverwalter übernommen werden, aber ich gehe einmal davon aus", hofft Sperk auf keine unliebsamen Überraschungen Ende Juli. Das Schicksal der Angestellten bleibt aber ungewiss - und Sperk Optimist: "Ich glaube weiterhin, dass Bruckner einen Käufer findet." (APA)

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