Agassi in Los Angeles von Haas abserviert

18. Juli 2004, 19:52
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Hamburger trotz Schulterproblemen weiter: "Eines der besten Spiele meiner Karriere" - Venus Williams und Lindsay Davenport auf Finalkurs

Los Angeles - Beim 380.000-Dollar-ATP-Turnier in Los Angeles könnte es zu einem rein-deutschen Finale kommen: Tommy Haas bezwang am Freitagabend den topgesetzten US-Amerikaner Andre Agassi in einem Tennis-Krimi 7:6(5),6:7(6),6:3 und zog dadurch ebenso ins Halbfinale ein wie Nicolas Kiefer. Dieser besiegte den Briten und Newport-Sieger Greg Rusedski glatt 6:1,6:4. Im Semifinale trifft Haas auf Cyril Saulnier (FRA), der sich gegen Mardy Fish (USA-3) ebenfalls knapp 7:6(6),7:6(7) durchsetzte, während Kiefer sich mit Jeff Morrison auseinander setzen muss. Der Amerikaner besiegte Wesley Moodie (RSA) 6:3,6:4.

"Das war eines jener Spiele, auf die man lange hinarbeitet und zugleich eines der besten meiner Karriere", meinte ein freudestrahlender Haas über seinen in 2:30 Stunden erkämpften Erfolg über Agassi. Für ihn habe sich die Schinderei nach seinen anhaltenden Schulterproblemen gelohnt, meinte der Hamburger. Agassi, der seine erste Niederlage in Los Angeles seit 1999 erlitt, erkannte den Erfolg des Deutschen neidlos an. "Haas hat in den entscheidenden Momenten die Punkte gemacht", urteilte der Ehemann von Steffi Graf.

Haas hofft nun auf ein deutsches Duell im Endspiel. Dafür müsste er aber erst noch Saulnier und Kiefer zugleich den per Wild Card ins Turnier gelangten und in der ATP-Weltrangliste an Position 107 geführten Außenseiter Morrison bezwingen. "Ich habe gegen Rusedski gut gespielt und meine Chancen genutzt", war auch Kiefer mit seiner Leistung zufrieden.

Beim WTA-Turnier in Los Angeles steuert alles auf das programmierte Finale zwischen der topgesetzten Venus Williams und der Nummer zwei, Lindsay Davenport, zu. Während Williams Anna Smashnova-Pistolesi (ISR) nur drei Games überließ, hatte Davenport beim 6:4,3:6,6:1 gegen Mashona Washington (USA) mehr Mühe als erwartet. Nur noch die US-Amerikanerin Amy Frazier (gegen Williams) und die Venezolanerin Maria Vento-Kabchi (gegen Davenport) stehen dem "Traumfinale" im Weg. (APA/dpa)

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