US-Luftwaffe plant Entwicklung neuer Riesenbombe

18. Juli 2004, 15:28
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13,6-Tonnen-Waffe soll für Zerstörung unterirdischer Ziele sorgen

Washington - Die US-Luftwaffe plant die Entwicklung einer experimentellen Riesenbombe für die Zerstörung unterirdischer Ziele. Der "Massive Ordnance Penetrator" (MOP) soll ein Gewicht von 30.000 US-Pfund (etwa 13,6 Tonnen) haben, sagte Jake Swinson vom Waffen-Entwicklungszentrum am Luftwaffenstützpunkt Eglin im US-Bundesstaat Florida am Freitag.

Damit wäre der MOP etwa ein Drittel größer als die gegenwärtig größte konventionelle Bombe im US-Arsenal, die 21.000 US-Pfund schwere "Massive Ordnance Air Blast" (MOAB). Die Ausschreibung könne Mitte September abgeschlossen sein und erste Flugtests seien für 2006 geplant.

Der Fachzeitschrift "Jane's Defense Weekly" zufolge könnten die Kosten für die Entwicklung in den kommenden drei Jahren 11,6 Millionen Dollar (9,39 Mill. Euro) erreichen. Während die MOAB in der Luft detoniert und gegen Ziele am Boden eingesetzt wird, soll der MOP so gebaut sein, dass er erst in den Boden eindringt und dann explodiert.

Die MOAB war im vergangenen Jahr zwei Mal in Florida getestet worden. Die bisher größte von den USA jemals gebaute konventionelle Bombe war eine 44.000 Pfund schwere Waffe, die im Kalten Krieg gebaut, aber niemals eingesetzt wurde. (APA/Reuters)

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    Die "MOAB", "Massive Ordnance Air Blast", ist mit 9,450 kg die derzeit größte konventionelle Bombe der Welt. Sie soll bald von der "MOP", "Massive Ordnance Penetrator" überflügelt werden.

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