Kinderuni: Kinder machen in den Ferien den Magister

16. Juli 2004, 22:43
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Rund 1700 Kinder tummelten sich in der Uni Wien, wo sie aufgeregt auf die Verleihung ihrer Magisterwürde "universitatis iuvenum" warteten

Wien - Rund 1700 Kinder tummelten sich am Freitag in der Uni Wien, wo sie aufgeregt auf die Verleihung ihrer Magisterwürde "universitatis iuvenum" warteten. Um die Urkunde mit Stempel in Empfang nehmen zu dürfen, besuchten die Jungstudenten eine Woche lang Vorlesungen und Seminare an der Universität Wien und an der Universität für Angewandte Kunst.

Die Alma Mater wollte aber nicht mit Hochbegabten die Zukunft der Wissenschaft sichern, vielmehr handelte es sich um die Abschlussfeier für die Kinderuni 2004. Den Jungakademikern war bei der Verleihung, bei der manche Eltern nervöser schienen als ihr Nachwuchs, die Begeisterung für den Magistertitel ins Gesicht geschrieben. Vielleicht lag es daran, erfahren zu haben, ob Hexen im Mittelalter auf einem Besen ritten, ob Nemo wirklich sprechen kann und die Sonne ewig scheint.

Verliehen wurde der Kindermagister von Vizerektor Arthur Mettinger, der in seiner Rede die Neugier der Kleinen würdigte und sie ermunterte, nie aufzuhören, Dinge zu hinterfragen. Mit dem Gaudeamus igitur wurden die Kinder in die Ferien entlassen. (die, tb, DER STANDARD Printausgabe 17/18.7.2004)

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