Abtreibungskontroverse: USA verweigern Zahlung an UN-Bevölkerungsfonds

19. Juli 2004, 09:30
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Fonds wehrt sich gegen Vorwurf, in China erzwungene Abtreibungen zu unterstützen

Washington - Aus Protest gegen Abtreibungen zur Bevölkerungskontrolle hat die US-Regierung dem UN-Bevölkerungsfonds 34 Millionen Dollar (27,5 Mill. Euro) verweigert. "Mit der Zahlung würden wir indirekt chinesische Programme unterstützen, die zu erzwungenen Abtreibungen führen, und das ist nach den US-Gesetzen verboten", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Richard Boucher.

Die USA halten ihren jährlichen Beitrag an den Bevölkerungsfonds seit 2002 zurück. Die Regierung hat mehrfach an die Organisation appelliert, ihre Aktivitäten in China zu ändern. Der Fonds weist den Vorwurf zurück, dass es durch seine Programme in China erzwungene Abtreibungen unterstützt.(APA/dpa)

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