USA verzichten vorläufig auf neues Überprüfungssystem für Fluggäste

18. Juli 2004, 15:20
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Abgeschwächte Variante angedacht - Bürgerrechtsorganisationen, aber auch Kongressabgeordnete hatten Bedenken geäußert

Washington - Die US-Regierung will in ihrem Antiterrorkampf zumindest vorläufig und möglicherweise ganz auf ein neues umstrittenes Überprüfungssystem für Flugpassagiere verzichten. Zuvor hatten Bürgerrechtsorganisationen, aber auch Kongressabgeordnete Bedenken geäußert. Nach Medienberichten vom Freitag sollte das System mit dem Kürzel CAPPS II ursprünglich bis zum Herbst auf den US-Flughäfen eingeführt werden. Jetzt sei geplant, das Vorhaben allenfalls nach der Präsidentenwahl im November zu verwirklichen und dann in abgeschwächter Form.

Kritiker: Zu radikaler Eingriff in die Privatsphäre

CAPPS II sah den Berichten zufolge im Kern vor, dass die Namen der Passagiere mit kommerziellen Datenbanken mit persönlichen Informationen - etwa Kreditunterlagen oder Katalogkunden-Listen - verglichen werden sollten, um den Fluggästen dann eine bestimmte Stufe auf einer "Risikoskala" zuzuordnen. Kritiker hatten die Nutzung persönlicher Daten zum Herausfiltern möglicher Terroristen oder anderer Gewalttäter als zu radikalen Eingriff in die Privatsphäre bezeichnet.

Wie es jetzt in den Medienberichten hieß, sollen die Passagiernamen künftig mit einer erweiterten Regierungsdatenbank verglichen werden, die Angaben über mögliche Terrorverdächtige enthält. (APA/dpa)

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