Sunnitischer Geistlicher ruft zum "Heiligen Krieg" auf

17. Juli 2004, 18:53
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US-Truppen im Irak sollen abziehen, fordert er, "sonst wird die Stadt Ramadi zu einem Friedhof für Bushs Soldaten"

Ramadi - Beim Freitagsgebiet in der zentralirakischen Stadt Ramadi hat ein sunnitischer Geistlicher zum Heiligen Krieg gegen die US-Truppen aufgerufen. "Ich fordere (US-)Präsident (George W.) Bush auf, seine Truppen aus dem Irak abzuziehen, sonst wird die Stadt Ramadi zu einem Friedhof für seine Soldaten", sagte Scheich Akram Abed Freih in der Fatima-al-Sahra-Moschee.

Er rufe auch seine schiitischen Brüder und die Anhänger aller anderen Religionen des Landes auf, die US-Truppen "aus dem Land zu verjagen". Freih gehört zu den angesehensten Geistlichen von Ramadi, das in der Widerstandsprovinz Al Anbar liegt. Die US-geführten Besatzungstruppen hatten ihn drei Monate lang gefangen gehalten und unlängst sein Haus durchsucht.

Der sunnitische Geistliche Ahmed Abdel Gafur Samarrai rief die Vereinten Nationen dazu auf, sich für irakische Gefangene in der Haftanstalt im südirakischen Umm Kasr einzusetzen. Die Häftlinge hätten ihm Botschaften zukommen lassen und darin berichtet, dass sie derzeit unter der starken Hitze zu leiden hätten, sagte Samarrai in Bagdad. Die UNO sei es sich schuldig, hier einzuschreiten, "weil sie der Besatzung Rechtmäßigkeit verliehen hat". (APA)

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