Heute: 205,5 km nach Lannemezan

17. Juli 2004, 17:13
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Castelsarrasin - Fünf Tage vor der "Königs-Etappe" der 91. Tour de France in den Alpen steht für die Fahrer am Samstag die Generalprobe an. Am zweiten Pyrenäen-Tag kann auf den 205,5 km der 13. Etappe zwischen Lannemezan und Plateau de Beille zumindest schon eine Vorentscheidung im Kampf um das Gelbe Trikot fallen. Zweimal war die 1780 m hohe Bergankunft im Department Ariege Zielankunft der Tour. Mit ihren Tagessiegen im Arize-Massiv 60 km nördlich von Andorra hatten dabei Marco Pantani 1998 und Lance Armstrong 2002 jeweils den Grundstein zu ihren späteren Gesamtsiegen gelegt.

Vom "Balkon der Pyrenäen" in Lannemezan (649 m) wird zum dritten Mal nach 1999 und 2002 eine Tour-Etappe gestartet. Bis hinauf zu den alpinen Skipisten und den beliebten Langlauf-Loipen von Plateau de Beille werden sieben Bergwertungen gefahren, gefährlich kurvige Passagen in engen Bergdörfern erschweren zudem die Fahrt.

Bereits seit 1910 gehört der mit 9,8 Prozent Steigung gefürchtete Col du Portet d'Aspet (1609/2.) zum Tour-Programm. Auf der Aspet-Abfahrt verunglückte am 18. Juli 1995 der iitalienische Olympiasieger Fabio Casartelli tödlich, heute erinnert eine Gedenktafel bei Kilometer 60 an den damaligen Teamkollegen von Lance Armstrong.

Der folgenden Col de la Core (1395/1.) ist seit 1984 zum fünften Mal ein Meilenstein der Tour. Nach dem Col de Latrape (1111/2.) begibt sich die Tour mit den Passagen über den Col d'Agnes (1570/1.) mit 8,2 Prozent Steigung und Port de Lers (1517/3. ) auf Neuland.

Das Finale beginnt in der wegen ihrer Thermalquellen und Grotten berühmten Region von Tarascon-sur-Ariege. Auf dem knapp 16 km langen Schlussanstieg mit durchschnittlich 7,8 Prozent Steigung sind rund 1200 Höhenmeter zu bewältigen. Im Ziel, das erstmals bei der diesjährigen Tour zur "Hors Kategorie" gehört, werden für die Bergwertung verdoppelte Punktzahlen vergeben. (red)

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