Absatzsprung bei Personal Computern

16. Juli 2004, 17:12
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Dell erhöht Gewinnprognose - IBM-Gewinn um 17 Prozent gestiegen - Samsung-Reingewinn verdreifacht

Framingham/Armonk - Optimismus in der Computerbranche: Der weltweite PC-Absatz stieg im zweiten Quartal überraschend stark um 15,5 Prozent auf 39,7 Mio. Stück. Vor allem in Europa sowie in Kanada und Lateinamerika wuchs die Nachfrage nach Personal Computern, berichtete die US-Marktforschungsfirma IDC. Der Aufschwung beschert den Herstellern Ertragszuwächse. So erhöhte der weltgrößte PC- Hersteller Dell seine Gewinnprognose für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Auch der Computergigant IBM verdient mehr.

Dell erhöhte seinen PC-Absatz im zweiten Quartal um 22,5 Prozent auf 7,26 Mio. Einheiten. Hewlett-Packard war mit einem Absatz von 6,23 Mio. Stück - plus 15,4 Prozent - die Nummer zwei. IBM steigerte den Absatz um 17,5 Prozent auf 2,57 Mio. Einheiten. An vierter Stelle rangierten Fujitsu/Fujitsu Siemens mit globalen Gesamtauslieferungen von 1,52 Mio. PCs, plus 19,3 Prozent. Fujitsu Siemens habe in Europa erneut ein starkes Quartal verbucht, doch habe es in Japan einen Rückgang gegeben. Acer kam mit 1,27 Mio. PCs auf den fünften Platz und legte um 30,7 Prozent zu.

Europa-Nachfrage stärkster Antrieb

Preissenkungen heizten die Nachfrage der Verbraucher und Ersatzanschaffungen der Unternehmen an. "Die Nachfrage in Europa, die von dem starken Euro und aggressiven Verkaufshilfen unterstützt wurde, war der stärkste Antriebsfaktor", betonte Loren Loverde von IDC. In der Region Europa/Naher Osten/Afrika hat es nach IDC-Angaben dank der hohen Desktop-Auslieferungen zum vierten Mal in Folge ein Quartalswachstum von rund 20 Prozent gegeben. Der Verkauf von tragbaren PCs stieg erneut um über 25 Prozent, doch habe er sich gegenüber den vorangegangenen drei Monaten abgeschwächt.

Der weltgrößte Computerkonzern IBM steigerte seinen Gewinn im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf zwei Mrd. Dollar (1,62 Mrd. Euro). Bei starkem Auslandsgeschäft verkauften sich die großen Mainframe-Computer und andere Business- Rechner besonders gut, während IBM im Software-Sektor zu kämpfen hatte. Der Quartalsumsatz erhöhte sich um sieben Prozent auf 23,1 Mrd. Dollar. Der Halbjahresumsatz erhöhte sich um 8,9 Prozent auf 45,4 Mrd. Dollar. Der Halbjahresgewinn erreichte 3,6 (3,1) Mrd. Dollar.

Dell erhöhte Gewinnprognose

Dell erhöhte seine Prognose für das noch laufende zweite Geschäftsquartal, das am 30. Juli endet, auf 31 Cent je Aktie - zwei Cent mehr als bisher. Grund seien die starke Auslandsexpansion und niedrigere Steuersätze, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die Umsatzprognose blieb unverändert bei 11,7 Mrd. Dollar. Die Ergebnisse werden am 12. August veröffentlicht.

Auch der führende koreanische Elektronikkonzern Samsung Electronics konnte mit Positivem aufwarten: Dank starker Nachfrage nach Speicherchips, Flachbildschirmen und Mobiltelefonen hat sich der Reingewinn im zweiten Quartal nahezu verdreifacht, auf 3,13 Bio. Won (2,2 Mrd. Euro). Der Umsatz nahm im Vergleich zum Vorjahresquartal um 52 Prozent auf knapp 15 Bio. Won (etwa 10,5 Mrd. Euro) zu. Für das Gesamtjahr setzte der weltweit drittgrößte Handyproduzent seine Absatzprognose von 65 Mio. auf 86 Mio. Stück herauf. (APA/dpa)

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