Max Strauß: Anwälte legen Revision ein

17. Juli 2004, 19:00
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Anwalt nennt Entscheidung "grottenschlecht" - Sohn von Franz Josef Strauß war zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt worden

München/Augsburg - Einen Tag nach dem Haft-Urteil gegen den bayerischen Politikersohn Max Strauß hat die Verteidigung Revision eingelegt. Der Anwalt nannte das Urteil am Freitag "grottenschlecht". Es beruhe zum größten Teil auf Spekulationen und Vermutungen. Der Sohn des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß war wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Einen Haftbefehl wegen Fluchtgefahr setzte das Landgericht Augsburg gegen strenge Auflagen außer Kraft.

Aus Sicht des Gerichts erhielt Max Strauß von dem Waffen-Lobbyisten Karlheinz Schreiber aus Airbus- und Panzergeschäften mit Kanada, Thailand und Saudiarabien umgerechnet 2,6 Millionen Euro Provisionen auf ein Schweizer Konto und versteuerte sie nicht. Die Verteidigung hatte dies dementiert. Strauß hatte während des fast sechs Monate dauernden Prozesses geschwiegen. In einem zweiten Prozess um Anlage-Betrug war er wegen Beihilfe zu 300 000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Jene Strafe akzeptierte er. (APA)

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