Elektronik-Großhandel Montevideo in Konkurs

28. Juli 2004, 11:16
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Früherer Geschäftsführer des Unternehmens mit Sitz in Klagenfurt soll in die eigene Tasche kassiert haben

Klagenfurt - Die Machenschaften ihres früheren Geschäftsführers hat die Klagenfurter Firma Montevideo Handels GmbH in die Pleite schlittern lassen. Am Freitag wurde nach Auskunft des Kreditschutzverbandes von 1870 das Konkursverfahren am Landesgericht Klagenfurt eröffnet.

Deutlicher Rückgang

Das Unternehmen betrieb einen Großhandel mit elektronischen Geräten und produzierte Licht- und Tonanlagen. Nach gutem Geschäftsgang wurde im vergangenen Jahr ein deutlicher Rückgang bei den Umsätzen und Einnahmen registriert. Laut Konkursantrag hätte der Alleingeschäftsführer Christian R. ohne Kenntnisse der Buchhaltung von zahlreichen Kunden Zahlungen "in enormer Höhe" kassiert, Lagerbestände verschenkt oder auf eigene Rechnung verkauft. Laut dem Gesellschafter und derzeitigen Geschäftsführer Gerhard Petschnig entstand dem Unternehmen dadurch ein Schaden von annähernd 200.000 Euro.

Strafanzeige

Im April dieses Jahres wurde Christian R. als Geschäftsführer gefeuert und Strafanzeige gegen ihn erstattet. Petschnig übernahm die Geschäftsführung selbst, seine Sanierungsbemühungen blieben jedoch erfolglos, der Gang zum Konkursrichter wurde unvermeidlich. Aktiva von 385.000 Euro stehen Passiva von etwa 704.700 Euro gegenüber. Von der Insolvenz sind sechs Dienstnehmer und knapp 80 Gläubiger betroffen. (APA)

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