EDS fährt Gewinne ein

23. Juli 2004, 10:38
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Schleppende Restrukturierung mündet in Ratingabstufung

Der US-amerikanische IT-Service-Konzern Electronic Data Systems EDS hat im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres nach vorläufigen Zahlen einen Gewinn von 0,54 Dollar pro Aktie eingefahren. Inkludiert sind darin allerdings Erlöse von 0,81 Dollar pro Aktie aus dem Verkauf der Softwaresparte PLM Solutions sowie Restrukturierungskosten. Das Pro-Forma-Ergebnis liegt laut EDS im Bereich der Erwartungen bei minus 0,03 Dollar pro Aktie. Die Umsätze sollen am oberen Ende der Erwartungen von 5,1 Milliarden bis 5,2 Milliarden Dollar liegen.

Service

Im zweiten Quartal hat EDS nach eigenen Angaben Serviceaufträge im Wert von rund vier Milliarden Dollar unterzeichnet und konnte sich in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent verbessern. Trotzdem senkte EDS seine Prognose für das Pro-Forma-Ergebnis des Gesamtjahres von 0,2 bis 0,4 Dollar pro Aktie auf 0,2 bis 0,3 Dollar pro Aktie. Die Umsatzprognose zwischen 20 und 21 Milliarden Dollar wurde hingegen bekräftigt. Die endgültigen Quartalszahlen sollen am 28. Juli veröffentlicht werden.

Abwehr

Gleichzeitig kündigte der Konzern an, sich gegen eine Herabstufung der Ratingagentur Moody's wehren zu wollen und verwies auf eine Verbesserung seiner Schuldenlage und einen baldigen Abschluss der Restrukturierung. Moody's hatte mit Verweis auf die 4,4 Mrd. Dollar Schulden und einem nach ihrer Meinung fehlenden Cash Flow sowie der schleppenden Restrukturierung ihr Kreditrating für EDS auf die Stufe "Ba" herabgesetzt. Von Investitionen in den Konzern wird abgeraten, berichtet das Wall Street Journal am Freitag. Moody's malt auch für die EDS-Zukunft schwarz, was laut WSJ in einer weiteren Herabstufung münden könnte. (pte)

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