Nürnberger: "Regierungs-Unsinn" und "Nestroy-Posse zum Quadrat"

20. Juli 2004, 17:16
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Chef der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter wirft der Regierung Respektlosigkeit gegenüber Schwerarbeitern vor

Wien - Als "abenteuerlichen Regierungs-Unsinn" und eine "Nestroy-Posse zum Quadrat" bezeichnete der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter im ÖGB, Rudolf Nürnberger, die koalitionsinterne Diskussion zur Pensionsharmonisierung. Es zeichne sich dasselbe Schauspiel um das "FPÖ-Chaos" ab wie bei der vergangenen Pensionsreform, so Nürnberger in einer Aussendung. FPÖ-Generalsekretär Uwe Scheuch dagegen warf der SPÖ vor, in der Pensionsfrage politisches Kleingeld auf dem Rücken künftiger Penionisten zu wechseln.

Die SPÖ predige in der Pensionsharmonisierung Wasser, trinke aber selbst Wein. 30 Jahre lang sei nichts geschehen, es herrsche jetzt akuter Handlungsbedarf, sagte Scheuch.

Nürnberger warf der Regierung Respektlosigkeit gegenüber den Schwerarbeitern vor. "Jetzt öffentlich zu diskutieren, ob die Betroffenen zwei oder drei oder wie viel Prozent auch immer an Abschlägen in Kauf nehmen müssen, sozusagen als Strafe dafür, dass sie sich krank gearbeitet haben, zeigt die Respektlosigkeit, die die Regierung für die Menschen über hat. Wir verlangen gerechte Regelungen, die schlüssig sind, und die auch Kriterien beinhalten, die auf häufig von Frauen verrichtete Arbeit zutreffen." (APA)

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