Ein Tempel für Kraftfahrzeuge

21. Juli 2004, 20:31
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Grundsteinlegung für Münchner "BMW Welt" nach Entwurf von Coop Himmelb(l)au

München/Wien - Für das vom österreichischen Architekturduo Coop Himmelb(l)au entworfene Erlebnis- und Auslieferungszentrum von BMW, die "BMW Welt" in München, ist Freitagmittag in Anwesenheit des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) der Grundstein gelegt worden. Ab seiner geplanten Fertigstellung im Juni 2006 sollen in dem transparenten, luftigen Bau Kunden ihre erworbenen BMW direkt abholen und bei dieser Gelegenheit den Autokauf als "einmaliges Erlebnis" vermittelt bekommen.

850.000 Besucher jährlich werden - auch abseits des Autokaufs - im "Kommunikationsbau für das 21. Jahrhundert" erwartet, heißt es in den Presseunterlagen. Das Zentrum bietet Raum für Events, Kultur-Veranstaltungen und Kongresse im "BMW Welt Forum", die Möglichkeit eines Museums- und Werks-Besuches, Shops und Gastronomie. Speziell die Fahrzeugübernahme soll nach den Vorstellungen von BMW zum "einmaligen Erlebnis" werden. Es sollen durchschnittlich 170 Fahrzeuge pro Tag in der BMW Welt ausgeliefert werden, bis zu 250 Auslieferungen seien möglich.

Großflächig

Insgesamt werden über 100 Mio. Euro investiert. Geprägt wird der Bau, der auf einem Grundstück von 25.000 Quadratmeter Größe entstehen und am höchsten Punkt 24 Meter hoch sein wird, von einer geschwungenen skulpturalen Dachlandschaft, in die der Aufenthaltsbereich für die Abholer integriert wird. Dieser Bereich ist durch Einschnitte in der Dachkonstruktion über Sichtlinien mit anderen Teilen der BMW Welt verbunden. Die Dachfläche allein beträgt 16.000 Quadratmeter, der gesamte Bau weist 73.000 Quadratmeter Bruttogesamtfläche auf und ist 180 Meter lang und zwischen 50 und 130 Meter breit.

Coop Himmelb(l)au hatten 2001 einen der beiden ersten Preise in einem weltweit ausgeschriebenen Architekturwettbewerb gewonnen und danach den Planungsauftrag erhalten. Die Umsetzung des Projekts hat bereits vor knapp einem Jahr begonnen. Nach Abbruch- und Entsorgungsarbeiten und unterirdischem Spezialtiefbau beginnt nun der Hochbau. Das Richtfest ist für Frühsommer 2005 vorgesehen. Die beiden Wiener Architekten treten mit ihrem Bau in Dialog mit dem BMW Hochhaus, das auch von einem Wiener, dem Architekten Karl Schwanzer, gestaltet wurde.(APA)

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