SPÖ-Kritik an Imagekampagne für Pflegeberufe

30. Juli 2004, 14:52
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Niederwieser: Im Sommer "hinausgeworfenes Geld" - "Mangelnde Koordination zwischen Werbung und Realität"

Kritik an der derzeit im Fernsehen, Radio, Kino und in Zeitungsinseraten laufenden Imagekampagne für Pflegeberufe von Scholz & Friends übt die SPÖ. "Zum jetzigen Zeitpunkt im Sommer ist das hinaus geworfenes Geld", meinte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser gegenüber der APA. Die von Ministerien, ORF und Hilfsorganisationen getragene Aktion sei zwar "an und für sich gut" - sich allerdings ausgerechnet jetzt an die Jugend zu wenden, beweise "mangelnde Koordination zwischen Werbung und Realität": "Die Schulen, wo sich die Jugendlichen anmelden sollen, sind jetzt zu. Und wenn sie offen wären, wären sie ohnehin voll."

Mit den in "Du"-Form gehaltenen Spots und Inseraten sollten offenbar gezielt Jugendliche angesprochen werden, so Niederwieser. "Warum jetzt? Wenn man sich nirgends anmelden kann, ist das sinnlos." Wenn man schon eine Kampagne machen wolle, solle dies im Frühjahr oder Herbst geschehen. Abgesehen davon werde der Bedarf an Pflegekräften eher durch Umschulungen gedeckt werden können als durch die Ausbildung von Jugendlichen. (APA)

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    foto: scholz & friends
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