Terrorverdächtiger Libyer im Irak gefasst

17. Juli 2004, 16:57
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Angeblich an Blutbad von Najaf beteiligt

Kairo - In der irakischen Pilgerstadt Najaf hat die Polizei einen Libyer festgenommen, der an dem schweren Anschlag auf den Schiitenführer und Chef des "Obersten Rates der Islamischen Revolution" (SCIRI) Ayatollah Mohammed Bakr al Hakim im Vorjahr beteiligt gewesen sein soll. Die arabische Zeitung "Al Hayat" berichtete am Freitag unter Berufung auf die Polizei, der Verdächtige gehöre zum Umfeld des Terrornetzwerks Al Kaida. Er habe gestanden, am Attentat auf den schiitischen Geistlichen im vergangenen August beteiligt gewesen zu sein. Mit dem Geistlichen waren damals mehr als 100 Menschen getötet worden.

Der Libyer soll Beziehungen zum irakischen Terroristen Mohammed Hanun haben, der im Frühjahr nach den blutigen Anschlägen auf schiitische Pilger in Kerbala und Bagdad verhaftet worden war. Hanun konnte nach Polizeiangaben im April aus seiner Zelle fliehen, als Milizionäre der "Mahdi-Armee" Polizeiwachen in der Schiiten-Region um Najaf und Kerbala angriffen. (APA/dpa)

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