"Frauen sichtbar machen!"

16. Juli 2004, 10:53
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Sozialistische Jugend unterstützt den Vorschlag geschlechtergerechter Verkehrsschilder

"Über 50 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind Frauen. In gesprochener und geschriebener Sprache finden sie aber keinen Platz und werden immer nur ‚mitgemeint’", stellt Michael Eibl, Landesvorsitzender der Sozialistischen Jugend Oberösterreich (SJ), fest. Eibl bezieht sich damit auf die Diskussion rund die Einführung geschlechtsneutraler Verkehrsschilder in Linz und unterstützt die Forderung, welche Frauen in der Öffentlichkeit sichtbar machen soll.

"Unsere Gesellschaft ist geprägt von einer massiven Ungleichbehandlung der Geschlechter in allen Lebensbereichen. Nach wie vor sind es Frauen, die unter Diskriminierungen aufgrund ihres Geschlechts zu leiden haben," so die Landessekretärin der SJ Oberösterreich, Sabine Schatz. "Hier gilt es, Bewusstsein zu schaffen und feministische Frauenpolitik zu leisten. Der Gebrauch geschlechtergerechter Sprache ist insofern wichtig, als Sprache das Bewusstsein prägt". Schatz weiter: "Wir wollen gemeint sein, nicht nur ‚mitgemeint’!"

Abschließend hoffen Eibl und Schatz, dass sich die Diskussion von Linz auf ganz Österreich ausbreitet: "Die Stadt Linz hat die Gelegenheit in der Verkehrsschilderfrage eine VorreiterInnenrolle zu spielen. Bleibt zu hoffen, dass geschlechtergerechte Sprache bald nichts Außergewöhnliches mehr ist." (red)

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