Instant Messenger-Anbieter schließen Frieden

23. Juli 2004, 10:42
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Ab 2005 wollen Yahoo, Microsoft und AOL gemeinsamen Dienst zur Verfügung stellen

Microsoft, AOL und Yahoo legen ihre jahrelangen Konflikte über Instant Messenger (IM) Dienste bei und wollen zusammenarbeiten, berichtet der Branchendienst Cnet. Microsofts Live Communication Server (LCS) 2005 wird es Businesskunden in Zukunft ermöglichen, auch mit Nutzern der beiden andern IM Dienste zu kommunizieren. Auch der Kontakt zu Usern des Microsofts MSN Messenger ist damit möglich. LCS 2005 wird gegen Ende dieses Jahres erscheinen und offiziell bis Juli 2005 eingeführt. Für private Nutzer wird dieser neue IM-Dienst vorerst nicht zur Verfügung stehen.

Gebühr

Um AOL und Yahoo mit LCS zu verbinden, wird Microsoft eine Gebühr an beide IM Dienste zahlen. Ob die Gebührenhöhe mit der Anzahl der LCS User zusammenhängen wird, ist noch unbekannt. Fest steht allerdings, dass LCS-User keinen Zugang zu eigenen Spielen von AOL und Yahoo bekommen. Auch typische AOL oder Yahoo Emoticons können sie nicht verwenden.

Diese Einigung hebt den langen Stillstand in der Weiterentwicklung von IM Services auf. "Es ist die Vorraussetzung dafür, dass sich Instant Messaging im Unternehmensbereich überhaupt weiterentwickeln kann", meint Dennis Karlinsky, führender Produktleiter des LCS Systems. Schon länger gibt es in vielen Unternehmen Schwierigkeiten, da Mitarbeiter immer häufiger mit Ansprechpartnern außerhalb des internen Firmennetzes kommunizieren müssen. LCS wird auch als der erste Schritt zu sicherem Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Systemen gesehen.

Weiterentwicklung

Microsoft beabsichtigt das LCS für Echtzeit-Kommunikation mit Bild und Ton weiterzuentwickeln. Auch ein intelligentes Kommunikationssystem, das je nach Aufenthalt und Erreichbarkeit einer Person agiert, ist geplant. Durch einen Kalender weiß das System ob und wie die betreffende Person am besten kontaktiert werden kann. (pte)

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