Im Irak verschwundener US-Soldat zurück in den Vereinigten Staaten

17. Juli 2004, 18:53
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Umstände der Entführung Hassouns weiter unklar

Washington - Der im Irak verschwundene amerikanische Soldat Wassef Ali Hassoun ist nach sechstägiger Untersuchung in einem Militärhospital in Deutschland am Donnerstag in die Vereinigten Staaten zurückgekehrt. Nach Angaben eines Sprechers der US-Streitkräfte wird er sich vorläufig in der Marineinfanterie-Schule Quantico bei Washington aufhalten - so lange, bis er als "fit" genug gelte, seinen Militärdienst wieder aufzunehmen. Der Prozess der "Wiedereingliederung" könne Wochen oder auch Monate dauern.

Die Umstände von Hassouns Verschwinden Ende Juni sind weiterhin unklar. Das US-Militär schließt nicht aus, dass der 24-Jährige desertierte und dann eine Entführungsgeschichte konstruierte, um seine Fahnenflucht zu kaschieren.

Eine Extremistengruppe hatte Hassoun nach eigenen Angaben am 27. Juni gekidnappt und mit seiner Enthauptung gedroht. Wie andere Entführungsopfer wurde der libanesischstämmige Soldat auf einem Video mit einer Augenbinde vor schwer bewaffneten Vermummten gezeigt. Am 8. Juli war Hassoun dann in der US-Botschaft in der libanesischen Hauptstadt Beirut aufgetaucht. Auf einer von Extremisten genutzten Webseite hieß es, Hassoun sei freigelassen worden, weil er versprochen habe, aus dem US-Militär auszuscheiden. (APA/dpa)

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