"Maßnahme ist legal"

23. Juli 2004, 13:47
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Nationales Olympisches Komitee beschloss Reduzierung der Ausländer in Italiens Sport

Rom - Das Nationale Olympische Komitee für Italien (CONI) hat am Donnerstag beschlossen, dass ab 2006 die Zahl der ausländischen Spieler, die zum Beispiel bei Fußball-, Basketball- oder Volleyball-Profiklubs unter Vertrag stehen, halbiert werden soll. In zwei Jahren soll der Anteil der Ausländer pro Verein maximal 50 Prozent betragen, heißt es in der verabschiedeten Regelung. Bei den "Nicht-Italienern" soll kein Unterschied zwischen Europäern und Personen aus anderen Kontinenten gemacht werden.

Mit der neuen Vorschrift will Italien Platz für Talente schaffen, die derzeit wenig Aufstiegsmöglichkeiten haben. "Die Maßnahme ist legal, wir sind jedoch bereit, darüber zu diskutieren", sagte CONI-Chef Gianni Petrucci. Bei der EU in Brüssel waren Bedenken über die Rechtmäßigkeit geäußert worden.

Italiens Fußballverbandschef Franco Carraro hatte bereits nach dem Scheitern bei der EM Zustimmung zu diesen Plänen signalisiert. Seit 1995 hat sich die Zahl der ausländischen Kicker in der Serie A verdoppelt. Die neue Maßnahme könnte heftige Reaktionen nach sich ziehen. Einerseits droht eine Verkaufswelle. Finanziell potente Klubs dürften, um international konkurrenzfähig zu bleiben, den Beschluss ignorieren. (red - DER STANDARD PRINTAUSGABE 16.7. 2003 )

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