Fujitsu Siemens Österreich und Schweiz werden zusammengelegt

22. Juli 2004, 10:55
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Schweizer übernehmen das Ruder - Österreich-Chef Dekan wird das Unternehmen verlassen

Der japanisch-deutsche Computerhersteller Fujitsu Siemens hat die Niederlassungen in Österreich und der Schweiz mit Anfang Juli in einer Region zusammengefasst, das Sagen haben künftig die Schweizer, an die die Österreicher künftig berichten müssen. Beide Organisationen sollen aber selbstständig bleiben, einen Mitarbeiterabbau soll es nicht geben. Mit der Umstrukturierung wurde auch das Management umgebaut. Österreich-Chef Marcus Dekan wird in den nächsten Tagen das Unternehmen verlassen, über sein künftiges Ziel wurden keine Angaben gemacht.

Eigener Österreich-Chef wird gesucht

Den Job von Dekan hat bereits der nunmehrige und künftige Schweizer Fujitsu Siemens-Chef Roger Semprini vorübergehend übernehmen. Ein eigener Österreich-Chef werde aber gesucht, so das Unternehmen am Donnerstag auf Anfrage. Ralf Stein, bisher Marketingleiter des Bereichs Central Region, wird per 1. August Marketingleiter der Region Österreich/Schweiz. "Unser Ziel ist es, den Marketing-Fokus in allen Ländern aneinander anzugleichen und einen gemeinsamen Status zu erreichen", so Stein.

Wachstumsmotor seien Notebooks gewesen

Im Geschäftsjahr 2003/2004 (Ende: 1. März 2004) konnte Fujitsu Siemens Österreich sein Auftragsvolumen (Niederlassungsumsatz) um acht Prozent steigern. In der gesamten von Wien aus gemanagten Region Österreich, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien-Montenegro, Mazedonien, Albanien, Bulgarien und Rumänien betrug der Auftragsbestand 192 Mio. Euro, was einem Plus von sechs Prozent entspreche. Wachstumsmotor seien Notebooks gewesen, während im Bereich Endverbraucher-Standcomputer ein deutliches Minus eingefahren wurde.(APA)

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