Doku über "Atmosphäre der Angst"

23. Juli 2004, 13:21
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BBC-Film über britische rechtsradikale Partei löst Schock aus

Ein Dokumentarfilm über die rechtsradikale British National Party (BNP) hat bei Moslem-Führern Schock und Entsetzen hervorgerufen. In dem Beitrag wird gezeigt wie BNP- Mitglieder zur Ermordung von Moslems aufrufen. Einer von ihnen erklärte, er wolle am liebsten eine Moschee in der nordenglischen Stadt Bradford (Yorkshire) mit einer Rakete in die Luft sprengen und die Gläubigen mit "einer Millionen Kugeln" erschießen.

BNP-Chef Nick Griffin nennt den Islam in dem Film des britischen Fernsehsenders BBC eine "niederträchtige und bösartige Religion." Der BBC-Reporter Jason Gwynne hatte sich sechs Monate lang in die Partei eingeschleust und den Film heimlich gedreht.

Bari Malik von der Moslemischen Vereinigung in Bradford zeigte sich "schockiert, aber nicht überrascht" von dem Film, den die BBC schon vor der für den Abend geplanten Ausstrahlung in Auszügen zeigte. Die BNP zeige ihr "wahres Gesicht." "Malik rief Innenminister David Blunkett auf, die BNP zu verbieten. Die zuständige Labour- Abgeordnete Ann Cryer meinte, mit dem Film werde die Behauptung der BNP entlarvt, eine "ganz normale Partei" zu sein. "Sie hassen Menschen mit einer anderen Religion und Hautfarbe."

Nach Angaben von Bari Malik herrscht in Bradford, wo viele Menschen indischer und pakistanischer Abstammung leben, eine "Atmosphäre der Angst", seitdem die BNP bei den Kommunalwahlen vom 10. Juni vier Sitze im Stadtrat gewann. Im Nordwesten Englands gewann die BNP bei den Wahlen einen Stimmenanteil von 6,4 Prozent. Bei den Europawahlen erzielte die Partei 5,2 Prozent der Stimmen.(APA/dpa)

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