Österreich Schlusslicht beim EU-BIP-Wachstum

28. Juli 2004, 13:07
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Wirtschaft in der EU wuchs im ersten Quartal um 0,6 Prozent - Spitzenreiter Griechenland, Litauen, Estland und Frankreich

Brüssel - Die Wirtschaftsleistung der Eurozone sowie der gesamten EU sind im ersten Quartal 2004 im Vergleich zum vierten Quartal 2003 um 0,6 Prozent gewachsen. Das geht aus der am Donnerstag veröffentlichten revidierten Schätzung des EU-Amtes für Statistik (Eurostat) hervor.

Im Jahresabstand gab es demnach einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,3 Prozent für die Eurozone und 1,7 Prozent für die EU-25. Schlusslicht bei den Wachstumsraten im Vergleich zum vierten Quartal 2003 waren Österreich und Zypern mit je 0,2 Prozent.

Das Wachstum habe sich damit gegenüber dem Vorquartal beschleunigt, so Eurostat. Damals hatte das BIP der Eurozone im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 Prozent zugelegt, jenes der gesamten EU um 0,5 Prozent.

Die höchste Wachstumsrate weist Griechenland mit 2,9 Prozent auf, gefolgt von Litauen (1,4 Prozent), Estland (1,2 Prozent), Frankreich (0,8 Prozent) sowie Belgien, den Niederlanden, Finnland und Großbritannien (je 0,7 Prozent). Deutschland wies eine Wachstumsrate von 0,4 Prozent auf.

Private Konsumausgaben gestiegen

Gestiegen sind im ersten Quartal 2004 vor allem die privaten Konsumausgaben mit 0,6 Prozent, verglichen mit 0,2 Prozent (Eurozone) und 0,3 Prozent (EU-25) im vierten Quartal 2003. Dagegen verlangsamte sich das Wachstum bei den Investitionen auf 0,2 Prozent (0,8 Prozent) in der Eurozone und 0,3 Prozent (1,1 Prozent) in der EU-25.

Das Exportwachstum nahm auf 1,5 Prozent (0,3) in der Eurozone und 1,2 Prozent (0,5) in der EU zu, während sich das Importwachstum auf 0,9 Prozent (1,4) und 0,5 Prozent (1,7) verlangsamte.

In Österreich nahm der private Konsum um 1,1 Prozent (0,5 Prozent im Vorquartal) zu, das Exportwachstum brach allerdings auf 1,8 Prozent nach 4,5 Prozent im vierten Quartal 2003 ein. Noch dramatischer ist der Rückgang bei den Investitionen von 7,5 auf 2,9 Prozent. Für die Importe lagen bei Österreich keine Daten vor.

Europa hinkt weiter hinterher

Allgemein kann Europa weiterhin nicht mit dem Wachstum in den USA mithalten. Das BIP der Vereinigten Staaten legte im ersten Quartal 2004 gegenüber dem Vorquartal um 1,0 Prozent zu, nach ebenfalls plus 1,0 Prozent im vierten Quartal 2003. Verglichen mit dem ersten Quartal 2003 betrug der Zuwachs des BIP in den Vereinigten Staaten 4,8 Prozent, nach 4,3 Prozent im vierten Quartal 2003. (APA)

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