Österreichs Direktinvestitionen im Ausland auf Überholspur

28. Juli 2004, 12:48
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Österreich investierte bis 2003 erstmals mehr im Ausland als Ausländer in Österreich - Beteiligungserträge im Ausland 2002 auf 2,7 Milliarden Euro verdoppelt

Wien - Mit dem Jahreswechsel 2003/04 dürften die gesamten österreichischen Direktinvestitionen (FDI) im Ausland erstmals die ausländischen Direktinvestitionen in Österreich übertroffen haben. Laut einer Prognose der Nationalbank (OeNB) hat sich der Bestand der Direktinvestitionen im Ausland per 2003 auf 47,0 Mrd. Euro, der Bestand der Direktinvestitionen des Auslands in Österreich auf 46,7 Mrd. Euro erhöht.

"Dank der Ostöffnung ist es gelungen, Österreichs Rückstand bei der aktiven Internationalisierung innerhalb nur eines Jahrzehnts aufzuholen", so die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Donnerstag zum Ergebnis ihrer aktuellen Direktinvestitionsbefragung.

Per Ende 2002 waren aktive und passive Direktinvestitionsbestände mit 40,5 bzw. 41,5 Mrd. Euro beinahe ausgeglichen. 300.000 Menschen arbeiteten außerhalb Österreichs in Betrieben heimischer Investoren. In Österreich waren 245.000 Menschen in Unternehmen mit ausländischem Einfluss beschäftigt.

Erträge verdoppelt

Die Erträge der österreichischen Beteiligungsunternehmen im Ausland haben sich 2002 auf 2,73 (2001: 1,34) Mrd. Euro mehr als verdoppelt. Besonders erfolgreich waren einmal mehr die Beteiligungen in Zentral- und Osteuropa, die 1,3 Mrd. Euro zum positiven Jahresergebnis beitrugen.

Die Verluste des Jahres 2001 in der EU haben sich als Ausnahme erwiesen. Auch die Erträge der unter ausländischem Einfluss stehenden österreichischen Direktinvestitionsunternehmen erreichten mit 3,71 (3,45) Mrd. Euro laut OeNB ein Rekordniveau. (APA)

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